Basel – Saint-Louis

Nach Laserpointer-Attacken: Tram 3 fährt abends wieder ins Elsass

sda

Von sda

Do, 16. Mai 2019 um 12:27 Uhr

Basel

Die Basler Verkehrs-Betriebe lassen die Tram 3 seit Donnerstag auch am Abend wieder ins elsässische Saint-Louis fahren. Die Sicherheit des Personals soll nun gewährleistet sein.

Anfang Mai hatten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) beschlossen, ab 20 Uhr nicht mehr bis Saint-Louis zu fahren. Grund waren Angriffe auf das Fahrpersonal mit Laserpointern auf französischem Territorium. Eine Wagenführerin musste deswegen im Augenspital behandelt werden. Am Mittwochnachmittag gaben die BVB die Aufhebung dieser umstrittenen Maßnahme bekannt.

Unklar, was unternommen wurde

Seit Donnerstag verkehren die Trams der Linie 3 wieder bis Betriebsschluss auf ihrer ganzen Strecke, also auch zwischen der Haltestelle Burgerfelderhof vor der Grenze und dem Bahnhof Saint-Louis.

Dieser Entscheidung war am Dienstag ein Gespräch zwischen Vertretern der schweizerischen und der französischen Seite vorausgegangen. An diesem haben Verantwortliche der BVB, von Saint-Louis Agglomération sowie der Stadt Saint-Louis und der Police Nationale unter Beisein des Basler Regierungsrats und Verkehrsministers Hans-Peter Wessels in Basel teilgenommen. Laut Mitteilung einigten sich die Beteiligten auf Maßnahmen, die die Sicherheit der Fahrgäste und des Fahrpersonals "größtmöglich gewährleisten" sollen. Worin diese konkret Maßnahmen bestehen, wollte ein BVB-Sprecher auf Anfrage jedoch nicht sagen.

Schon im November hatten die BVB nach diversen Zwischenfällen beschlossen, abends die Trams der Linie 3 auf dem französischen Streckenteil von Sicherheitspersonal begleiten zu lassen. Diese Maßnahme bleibe bestehen, hieß es bei den BVB. Zusätzlich treffe auch die französische Seite Maßnahmen, die jedoch aus taktischen Gründen nicht bekannt gegeben würden. Ob die Maßnahmen wirken, soll nun in regelmäßigen Treffen aller Beteiligten geprüft werden.