Novartis gibt das Basler Klybeckareal auf

Michael Baas

Von Michael Baas

Do, 23. Mai 2019

Basel

Verkauf besiegelt.

BASEL (alb). Novartis zieht sich aus dem Klybeckareal in Kleinbasel zurück und verkauft Gebäude und Arealteile mit insgesamt 160 000 Quadratmetern Fläche an die Basler Firma Central Real Estate. Das teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Auch alle heute von Novartis genutzten Gebäude wie das am Rheinufer gelegene Hochhaus sind Teil des Deals, betätigt der Konzern auf Anfrage. Vorerst wird Novartis einzelne Gebäude mietweise aber weiter nutzen, perspektivisch sollen die Funktionen aber alle auf den Campus verlagert werden.

Das Klybeckareal, früher Hauptsitz der in Novartis aufgegangenen Ciba-Geigy, wird seit Jahren kaum noch genutzt und ist das größte Entwicklungsgebiet im Kanton Basel-Stadt. Bislang gehörten etwa drei Fünftel davon Novartis, weitere zwei Fünftel besitzt die BASF, die diese Flächen mit dem Kauf der Ciba Spezialitätenchemie vor gut zehn Jahren übernommen hat. Gemeinsam mit dem Kanton haben die Konzerne unter dem Begriff "Klybeckplus" die Transformation und städtebauliche Neuordnung des Industrieareals seit 2016 forciert und auch eine entsprechende Planungsvereinbarung unterzeichnet. Indes zeigte sich zuletzt wiederholt, dass dafür ein langer Atem notwendig ist.

Novartis jedenfalls verabschiedet sich nun aus dem Projekt. Die Kernkompetenz des Konzerns liege nicht in der Immobilienentwicklung, sondern in der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und innovativer Therapien, heißt es in der Mitteilung. Damit setzt der Konzern die Fokussierung, die er auf anderen Ebenen konsequent verfolgt, auch an dem Punkt um. Der Käufer, die von der Baloise, der Zuger Pensionskasse, der Credit Suisse Anlagestiftung, der J. Safra Sarasin Anlagestiftung und weiteren Schweizer Pensionskassen neu gegründete Immobilien-Beteiligungsgesellschaft Central Real Estate und deren Vertreter habe Novartis davon überzeugt, dass sich die in der Planungsvereinbarung gesetzten Ziele in der neuen Konstellation "optimal" umsetzen ließen, so der Konzern. Central Real Estate setze die Planung wie vereinbart fort, betont Marcel Schneider, Chef der Nova Property, eine der drei Firmen, die die Beteiligungsgesellschaft unterstützen, denn auch. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.