Baselland schafft finanziell die Wende

sda

Von sda

Do, 18. April 2019

Baselland

Sattes Plus im Abschluss 2018.

LIESTAL (sda). Der Kanton Baselland scheint finanziell wieder auf Kurs zu sein: Auch 2018 erzielte er einen Überschuss in der Staatsrechnung. Statt der budgetierten drei Millionen Franken beläuft sich der Gewinn in der Erfolgsrechnung gar auf 56 Millionen Franken. Der Kanton hatte nach neun Jahren mit roten Zahlen 2017 mit einem Überschuss von 67,4 Millionen Franken den Turnaround geschafft. 2018 sei damit das zweitbeste Ergebnis der letzten 15 Jahre, gab Finanzdirektor Anton Lauber (CVP) dieser Tage bekannt.

Dieses gute Ergebnis sei keine Eintagsfliege, sondern bestätige die Gesundung der Kantonsfinanzen, sagte Lauber. Baselland rechnet auch in den nächsten Jahren mit Überschüssen in der Größenordnung von 60 Millionen Franken. Für das laufende Jahr wird gar ein Gewinn von 70,8 Millionen Franken erwartet. Lauber führt den positiven Abschluss 2018 namentlich auf die Finanzstrategie der letzten Jahre zurück. Seit 2016 sei der Haushalt um 118 Millionen Franken entlastet worden. Für 2018 beliefen sich die Entlastungen auf 14,5 Millionen Franken. Den Aufwand konnte der Kanton gegenüber 2017 um fünf Prozent auf 2,72 Milliarden Franken senken, was Lauber auch auf die hohe Ausgabendisziplin zurückführte. Auf der Ertragsseite profitierte der Kanton 2018 von der "dynamischen Wirtschaftsentwicklung", wie es an der Medienkonferenz hieß. So waren die Steuereinnahmen mit 1,87 Milliarden Franken um 95,2 Millionen höher als budgetiert. Auch die doppelte Gewinnausschüttung der Nationalbank wirkte sich positiv aus: Baselland erhielt 23 Millionen Franken mehr als geplant. Sein Eigenkapital konnte der Kanton so um 37 Millionen auf 605 Millionen Franken erhöhen. Für Lauber ist das ein "hervorragendes Polster für die kommenden Jahre".