Zehntscheuer

Beim Frühjahrs-Empfang in Merdingen werden junge Sportler geehrt

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Mo, 20. Mai 2019 um 12:01 Uhr

Merdingen

Bürgermeister Martin Rupp lud zum ersten Frühjahrs-Empfang ein für die Bürger in der Merdinger Zehntscheuer ein. Bei einer Erdbeerbowle gab Rupp einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre.

Mehr als 100 Mitwirkende und Gäste sind am Dienstag zum ersten Frühjahrs-Empfang des Merdinger Bürgermeisters in die Zehntscheuer gekommen. Bürgermeister Martin Rupp gab einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre, blickte auf die anstehenden Themen voraus, ehrte erfolgreiche Sportler und lud zu Erdbeerbowle ein.

Dauerthema Flüchtlingsunterbringung

"Nachdem wir schon im Jahr 2018 keinen Neujahrsempfang gemacht haben, kann ich heute auf zwei Jahre im Leben der Gemeinde Merdingen zurückblicken", sagte Rupp. Musikalisch begleitet wurde der Empfang vom Musikverein, die Bewirtung hatten die Volleyball-Mädels vom Turnverein übernommen. Mit dem Dauerthema Flüchtlingsunterbringung begann der Bürgermeister seine Rückschau. Er rechne damit, dass die Gemeinde bis Jahresende 65 Menschen aufgenommen haben wird. Rupp dankte den Einwohnern, die der Gemeinde Wohnraum vermietet haben, und lobte die Arbeit der zwei Integrationsbeauftragten und des Helferkreises.

Da die Schulsanierung weitgehend abgeschlossen ist, stehen den Grundschülern laut Rupp nun "moderne Klassenzimmer mit optimaler Belüftung" zur Verfügung und die Gemeinde spare "jede Menge Energie". Dies tue sie auch durch die schon teilweise vollzogene Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.

"In den vergangenen zwei Jahren haben wir nicht nur viel für die Umwelt, sondern auch für unsere Mitbürger getan." Bürgermeister Martin Rupp
"In den vergangenen zwei Jahren haben wir nicht nur viel für die Umwelt, sondern auch für unsere Mitbürger getan", sagte Rupp. Durch die Verbesserung der Nahversorgung, die Sanierung verschiedener Gebäude und das neue Sportzentrum habe Merdingen an Attraktivität und Lebensqualität gewonnen. Auf das Sportzentrum, das auf Initiative dreier Sportvereine und mit Unterstützung der Gemeinde realisiert werden konnte, werde er in vielen Nachbargemeinden immer wieder mit Bewunderung angesprochen, erklärte das Gemeindeoberhaupt stolz.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Baulandpolitik, sagte Rupp. 2017 seien Grundsatzbeschlüsse gefasst worden, mit dem Ziel, günstigen Wohnraum für Familien zu schaffen. Die Gemeinde habe Richtlinien für neue Baugebiete erlassen und sei nun dran, durch Satzungen und einen neuen Bebauungsplan den alten Ortskern zu erhalten, Nachverdichtung zu ermöglichen, aber auch Spekulation zu verhindern. "Uns ist es wichtig, dass unser Ortskern in seiner Struktur erhalten bleibt, auch in 50 oder 100 Jahren sollen die typischen Winkelgehöfte noch erkennbar sein."

Rupp gibt einen Ausblick

Im Ausblick ging Rupp auf den Weiterbau der B 31-West ein und machte deutlich, dass er die Nordvariante bevorzuge. "Es kann und darf nicht sein, dass nur aufgrund des Naturschutzes andere wichtige Güter übermäßig in Anspruch genommen werden." Weiter habe man eine Baulandentwicklung im Norden im Blick, hier könne es noch in 2019 einen Aufstellungsbeschluss geben. Die Kinderbetreuung werde ausgebaut, langfristig könne er sich eine Zusammenlegung von Schule und Kindergarten in einem Bildungszentrum vorstellen. Rupp betonte auch die Wichtigkeit moderner Internetverbindungen. Seine Kritik: "Die Entscheidung zur Gründung eines Zweckverbandes für ein Glasfasernetz traf der Landkreis viel zu spät. Wir hätten schon vor Jahren an diesem Punkt sein können, es ist mir unverständlich warum die Verwaltung und der Kreistag hier so zögerlich waren."

Bei der Sportler-Ehrung wurde die U-10-Mannschaft des Hockey-Clubs ausgezeichnet, die im Herbst zum zweiten Mal in Folge Südwestdeutscher Meister im Inlineskater-Hockey geworden ist. Nico Bächle wurde mit der Deutschen Nationalmannschaft U-19-Europameister.

Gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Vereinen

Für die Vereine dankte Matthias Manthee, Vorsitzender des Turnvereins, der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und warb vor allem bei den Neubürgern für ein Engagement in "unserer großen und vielfältigen Vereinsgemeinschaft".

Bürgermeisterstellvertreter Oswald Prucker erinnerte daran, dass es 2014 einen Umbruch im Ort gegeben habe: Seinerzeit sei nicht nur der Gemeinderat neu gewählt worden, auch Bürgermeister Rupp und Hauptamtsleiter Dietmar Siebler hätten ihren Dienst angetreten.