Freiburger Bürgerstiftung

Beim Wettbewerb "Pitch" muss man in nur fünf Minuten die Jury überzeugen

Julia Littmann

Von Julia Littmann

Fr, 17. Januar 2020

Freiburg

Ganz allmählich spricht sich’s unter engagierten Freiburgerinnen und Freiburgern rum: Im Frühjahr veranstaltet die Freiburger Bürgerstiftung ihren „Pitch“. Das ist eine ebenso spannende wie kurzweilige öffentliche Veranstaltung. Bei der stellen Gruppen und Einzelne in kurzen und knackigen Präsentationen dar, warum sie sich für ihre Projekte um die Geldpreise bewerben, die die Bürgerstiftung auslobt.

BZ: Das Format ist noch jung – erst der dritte Pitch steigt im März, die Anmeldung muss bis zum kommenden Mittwoch, 22. Januar, erfolgen. Wie erklären Sie, was es mit dem Pitch auf sich hat?
Andreas Wachaja: Es ist eine Art Wettbewerb, bei dem man in fünf Minuten seine Projektidee vorstellt. Wie man das macht, ist bewusst sehr offen gehalten, um die Kreativität der Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht einzubremsen. Ausgelobt sind acht Förderpreise zwischen 1500 Euro und 250 Euro für Projekte, die beitragen zu Ökologie, Gesundheit, Sozialem, Kultur oder Bildung in Freiburg. Wer sich jetzt noch anmeldet, hat also bis zum 10. März Zeit, eine überzeugende Präsentationsidee für das förderwürdige Projekt auszutüfteln und umzusetzen.
BZ: Was wären denn mögliche Darstellungsformen?
Wachaja: In den Vorjahren gab es einige eher traditionelle Vorstellungen, Vorträge, Projektionen. Aber auch ein paar überraschende Präsentationen. Zum Beispiel als die Angell-Schulen ihr Projekt einer Solargenossenschaft beschrieben, indem sie sich regelrecht Bälle zuspielten. Es wurde auch schon mal ein Lied gesungen, um ein Projekt vorzustellen, oder eine Geschichte vorgelesen, die eine Gruppe gemeinsam geschrieben hatte. Man könnte einen Film machen, ein Spiel, eine Musik – alles ist erlaubt. Das Ziel ist klar, man sollte in nur fünf Minuten die Jury von der Projektidee überzeugen. Und auch das Publikum, denn es werden ja auch zwei Publikumspreise vergeben.
BZ: Um was geht es der Bürgerstiftung vorrangig bei diesem Pitch?
Wachaja: Es ist weniger der Contest, gar ein Gegeneinander, sondern eher der Gedanke, allen teilnehmenden Projekten ein Forum zu bieten, um sich öffentlich zu zeigen – also sichtbar zu werden. Fürs Publikum ist das spannend, aber auch für alle, die mitmachen: Sich in kurzer Zeit und sehr abwechslungsreich einen Überblick über Gruppen und Projekte zu verschaffen, die viel zum Gemeinwohl beitragen. Die Bürgerstiftung unterstützt oder organisiert ja ohnehin diverse Projekte – der Pitch bietet darüber hinaus Einblicke und das Angebot für Vernetzung.

Andreas Wachaja, 33, ist Hardwarentwickler und seit drei Jahren bei der Freiburger Bürgerstiftung engagiert in der Fahrradwerkstatt für Geflüchtete – und in der Jury für den Pitch-Wettbewerb.


Alle Infos für die Teilnahme am Pitch: http://www.bürgerstiftung-freiburg.de