Beringung dient der Arterhaltung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 19. Juni 2019

Gutach im Breisgau

Freiwillige Feuerwehr Waldkirch sorgte für Einblick ins Gutacher Storchennest / Im Juni gab's wieder Ringe für die Kleinen.

GUTACH (BZ). Wie es in den vergangenen Jahren zu einer schönen Übung geworden ist, wurde auch in diesem Jahr die Storch-Beringungszentrale auf entsprechende Anforderung hin von der Feuerwehr-Abteilung Waldkirch unterstützt. In der vergangenen Woche war es – unter anderem in Gutach – wieder soweit.

Nur mittels der Waldkircher Drehleiter, gesteuert von zwei Maschinisten, konnten die "Storchenväter" vorsichtig zu den jungen Störchen in ihren hochgelegenen Nestern transportiert werden, wo die Beringung durchgeführt wurde.

Die Beringung ermöglicht den Forschern die weitere Verfolgung des Lebensweges der Störche und bietet somit wichtige Hinweise zur Verbesserung ihrer Arterhaltung. Auch in Gutach im Nest auf dem Kirchturm wurden die Jungstörche kürzlich wieder auf diese Weise beringt. "Unsere Aufgabe ist es nur, die Drehleiter zu bedienen- alles andere machen dann die Mitarbeiter der Beringungszentrale", sagt Thilo Haberstroh von der Waldkircher Feuerwehr, der der BZ davon berichtet hat.

Die Storcheneltern stört der kurze Besuch am Nest übrigens nicht, was die Feuerwehrleute immer wieder überrascht. Die Störche nahmen das Ganze sehr gelassen , fliegen kurz weg, beobachteten das Geschehen und kamen dann friedlich zurück. "Als ob sie wüssten, dass den Jungen wirklich nichts passiert – wie etwas, was sie kennen. Ist schon erstaunlich, das zu sehen", berichtet Haberstroh.

Im Oktober, wenn die Storchenfamilie ausgezogen ist, fährt die Feuerwehr – mit einem Mitarbeiter der Beringungszentrale – die Nester erneut an. Dann wird das leere Nest gereinigt und auf Stabilität geprüft, damit auch im kommenden Jahr eine Storchenfamilie wieder ein gemütliches und sicheres Heim beziehen kann.