Der Unterricht geht los

Berufsschule ab dem 2. Lehrjahr

Sonja M.

Von Sonja M.

Mo, 29. Februar 2016 um 09:43 Uhr

Azubi-Leben

Zu einer dualen Ausbildung zur/zum Medienkauffrau/-mann gehört neben der Arbeit im Verlag ab dem 2. Lehrjahr auch die Berufsschule an der Max-Weber-Schule in Freiburg.

Die Einschulung findet meist Ende September statt, dabei wird der Klassenlehrer vorgestellt und man geht in das zukünftige Klassenzimmer, wo man dann alle wichtigen Informationen rund um die Schule bekommt und sich kurz vorstellt. Da die Badische Zeitung jedes Jahr zwischen 6 und 8 Azubis im Bereich Medienkauffrau/-mann einstellt, besteht oft die Hälfte der Klasse aus BZ-Azubis, die anderen kommen von anderen Medienhäusern wie Burda, Herder oder Reiff. Eine Woche später beginnt dann der reguläre Unterricht, welcher in A- und B-Wochen aufgeteilt ist. Wir haben in der A-Woche nur einen Donnerstag Schule, von 7.50 bis 14.45 Uhr. In der B-Woche dann einmal am Montag von 7.50 – 13.00 Uhr und am Donnerstag von 7.50 bis 16.30 Uhr, die Schultage ändern sich aber von Jahr zu Jahr. Bei den langen Schultagen haben wir immer von 12 bis 13.00 Uhr Mittagspause, da gehen wir dann meistens eine Kleinigkeit in der Stadt essen oder nehmen uns Vesper mit. Manche haben schon vor der Berufsausbildung eine kaufmännische Schule besucht, manche waren sogar schon auf der Max-Weber-Schule und kennen einen Teil des Lehrplans, für andere ist der Unterrichtsstoff komplett neu. Dies macht aber keinen Unterschied, da bei Null begonnen wird und alle gut mitkommen. Wir haben die üblichen Berufsschulfächer wie zum Beispiel BWL, Gesamtwirtschaft, Deutsch und Englisch. Das Besondere an unserer Berufsrichtung ist aber, dass wir an unserem langen Donnerstag das Fach Anzeigenkunde haben, welches vom Anzeigenleiter der Badischen Zeitung, Herrn Strickler unterrichtet wird. Dort lernen wir, wie Anzeigenpreise entstehen, was die Wirkung einer Anzeige ist und alles Weitere rund um das Werbemittel. Viele sagen, die Berufsschule sei viel leichter als beispielweise das Berufskolleg, dabei sind die Themen z.B. in BWL fast dieselben. Bei unserem Klassenlehrer haben wir die Abmachung, dass jeder, der sein Handy während des Unterrichts aus der Tasche holt, einen Kuchen backen muss. Bisher gab es zwei Kuchen, einen davon musste unser Klassenlehrer backen, da diese Regel natürlich für alle gelten muss!
Es ist für alle eine Umstellung, wenn zum Arbeitsalltag die Schule wieder hinzukommt, daa es nicht bei einem oder zwei Schultagen bleibt, sondern auch für Arbeiten gelernt werden muss. Der eine lernt schneller, der andere langsamer, und doch kommt keiner ganz drum rum. Die ersten Arbeiten werden erst Ende Oktober geschrieben, sodass wir genug Zeit haben, uns darauf vorzubereiten. Anfang des Schuljahres stellen sich immer die einzelnen Betriebe vor und ein oder zwei werden dann besichtigt. Letztes Jahr waren das der Badische Verlag und der Herder Verlag. Es wurde ein Tag festgemacht, an dem zuerst der Herder Verlag besucht wurde. Dort hat die ganze Klasse eine kleine Präsentation und eine Führung durch das Herder Gebäude bekommen. Danach ging es weiter zum Badischen Verlag, dort wurde die Klasse zuerst durch das Zeitungs-Museum und dann durch das Druckhaus geführt. Wir lernen durch die Schule einiges, das wir im Arbeitsalltag verwenden können, deshalb ist es nicht nur eine Abwechslung, sondern auch sehr hilfreich für den Berufsalltag.