Tierschutz

In Europa sind Giftschlangen vom Aussterben bedroht – ein Besuch am Mont Ventoux

Gudrun Mangold

Von Gudrun Mangold

Sa, 18. August 2018 um 12:10 Uhr

Bildung & Wissen

In Europa sind Giftschlangen vom Aussterben bedroht. Die kleinsten Vipernart, die Karstotter, ist besonders stark gefährdet. Ein Besuch am Mont Ventoux mit dem Biologen Jean-Pierre Baron.

Der Mont Ventoux ist der berühmteste Berg der Provence, ein solitärer Koloss, der sich aus den südlichen Ausläufern der Rhône-Alpen erhebt. Er ist bekannt als Bergankunft der Tour de France, als Skigebiet. Dass er auch eine Population der kleinsten und am stärksten gefährdeten europäischen Giftschlange beherbergt, die Karstotter, wissen die wenigsten.

Jean-Pierre Baron steht in der Nähe der Skistation Mont Serein auf der Nordseite des Berges. Er ist eigens wegen Vipera urisinii hierhergekommen, wie die Karstotter wissenschaftlich heißt. Die 30 bis 50 Zentimeter große Viper hat es ihm angetan. Weltweit dürfte niemand mehr über diese Vipernart wissen als der Biologe aus La Rochelle.

Der Biologe kämpft für den Lebensraum der Schlangen
Auf dem Ventoux hat Baron ein genau abgestecktes, vier Hektar großes Revier. Er weiß, dass die Karstottern auf dem Ventoux ausschließlich auf einem schmalen Gürtel zwischen 1420 und 1450 Höhenmetern leben. Nur hier finden sie, was sie brauchen. Eigentlich. Denn genau dieses versteppte Gelände entlang der Baumgrenze ist auch für den Wintersport geeignet, und im Sommer wird hier zudem gern Mountainbiking betrieben, wie ein mit Bändern abgesteckter Parcours mitten durch Barons Forschungsgelände zeigt.

Der Biologe zuckt frustriert mit den Schultern. Seit Jahrzehnten kämpft er ohne Unterlass für mehr Respekt vor dem ...

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