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dpa

Von dpa

Sa, 09. November 2019

Bildung & Wissen

Drohnen gegen Malaria — Mammutjäger in Mexiko

INSEKTIZID AUF SANSIBAR

Drohnen gegen Malaria

Forscher wollen mit Drohnen und einem Insektizid die tödliche Krankheit Malaria bekämpfen. Wissenschaftler aus Kenia und Holland sowie ein chinesischer Hersteller von zivilen Drohnen haben auf der tansanischen Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas das Pilotprojekt gestartet, wie das Unternehmen DJI am Donnerstag mitteilte.

Drohnen werden demnach über Reisfelder gelenkt und versprühen eine Flüssigkeit. Diese bildet auf der Oberfläche von stehenden Gewässern einen dünnen Film, der Mückenlarven erstickt, wie es hieß. So soll die Übertragung von Malaria durch Mücken eingedämmt werden. Das Mittel – Aquatain AMF – ist DJI zufolge ungiftig und biologisch abbaubar. Die Forscher wollen die Larven und die aufkommende Moskitopopulation vor, während und nach dem Sprühen untersuchen. Auch in einigen Ländern der EU ist das Mittel zugelassen. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gab es 2017 rund 219 Millionen Fälle von Malaria. Demnach starben 435 000 Menschen weltweit an der Krankheit.

FALLGRUBEN GEFUNDEN

Mammutjäger in Mexiko

Forscher haben rund 15 000 Jahre alte Fallgruben und die Überreste von 14 Mammuts in Mexiko entdeckt. Der Fund weise auf einen stärkeren Organisationsgrad der Jäger und Sammler als bisher bekannt hin, die als erste Menschen die Gegend um die heutige mexikanische Hauptstadt im späten Pleistozän besiedelten. Das teilte Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte am Mittwoch mit. Bislang sei angenommen worden, dass Mammuts dort damals nur angegriffen wurden, wenn sie ein leichtes Opfer waren – etwa weil sie in einem Sumpf feststeckten.