Gotthard-Tunnel

Tunnelbauer mussten sich durch verschiedenste Gesteine kämpfen

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Sa, 21. Mai 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Kilometertief haben sich die Tunnelbauer in das Bergmassiv am Gotthard gebohrt. Sie müssen dabei genau wissen, worauf sie sich einlassen – denn Stein ist nicht gleich Stein. Ein geologischer Überblick.

Wer je versucht hat, ein Loch in eine Wand zu bohren, weiß: Stein ist nicht gleich Stein. Und wer sich einen besonderen Stein aus dem Urlaub mitbringt, um ihn sich als Anhänger an die Halskette zu hängen, steht vor einer ganz anderen Herausforderung. Ohne passendes Werkzeug geht nichts. Wer sich kilometertief in ein Bergmassiv bohren will, wie jetzt am Gotthard geschehen, sollte deshalb genau wissen, worauf er sich einlässt – und für alle Fälle das richtige Werkzeug mitführen.

"Es ist die Entstehungsgeschichte, die ein Gestein von einem anderen Gestein unterscheidet", sagt Professor Frank Preusser, Geologe an der Universität Freiburg. Nach ihrer Entstehung lassen sich Gesteine in die drei großen Kategorien magmatische, sedimentäre und metamorphose Gesteine unterteilen. Magmatische Gesteine entstehen nach dem Abkühlen und Aushärten – der Kristallisation – eines ganz kleinen Teils der flüssigen Erdkruste. Je nachdem, unter welchen Bedingungen dieser Prozess verläuft, entstehen unterschiedliche Strukturen. Gelangt das Magma an die Erdoberfläche und härtet dort, entstehen Basaltgesteine – welche genau, entscheidet die chemische ...

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