Naturkunde

Vögelfüttern im Winter – seit Jahren ein Streitthema

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 04. Januar 2010 um 07:56 Uhr

Bildung & Wissen

20 Millionen Euro geben die Deutschen jährlich für Vogelhäuschen und Meisenknödel aus. Aber ist das Füttern sinnvoll oder pfuscht der Mensch damit der Natur ins Handwerk?

Das klingt übertrieben? Mitnichten: Um ihre Körpertemperatur von 40 Grad Celsius konstant halten zu können, brauchen Vögel sehr viel Energie. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass so ein Piepmatz in einer kalten Winternacht bis zu zehn Prozent seines Gewichtes verliert, das zierliche Wintergoldhähnchen sogar bis zu zwanzig Prozent. Um nicht gleich beim ersten Frost tot vom Ast zu kippen, hat das fünf Gramm leichte Tier nur eine Chance: sich tagsüber den Bauch vollschlagen, bevorzugt mit Springschwänzen, einer kleinen Insektenart, die auf Baumrinden herumkrabbelt.

Spaßig ist das nicht: Springschwanz finden, schnappen, verschlucken, Springschwanz finden, schnappen, verschlucken, Springschwanz ... na, Sie wissen schon. Und auch seinen weniger spezialisierten Kollegen fordert die Nahrungssuche im Winter einiges ab. Insekten sind Mangelware, die Würmer sind tief im Boden erstarrt und eine fiese Schneedecke macht herumliegende Samen und Körner unauffindbar. Das bleibt nicht folgenlos, je nach Vogelart und Winterstrenge sterben pro Saison 20 bis 50 Prozent aller Tiere.

Was macht also ein Mensch mit Herz? Er ...

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