GVV sucht Bauingenieur

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Sa, 09. Februar 2019

Binzen

Zur Entlastung des Bauhofes.

BINZEN (jut). Der Gemeindeverband Vorderes Kandertal (GVV) schreibt eine Bauingenieursstelle aus, die zum 1. Juli besetzt werden soll. Dies wurde in der Verbandsversammlung am Donnerstag mit der Gegenstimme des Wittlinger Bürgermeisters Michael Herr beschlossen. Im Haushalt 2019 sind dafür bereits 31 000 Euro vorgesehen. Das Jahresgehalt liegt gemäß Tarif-Vorgaben bei 62 000 Euro.

Der Ingenieur oder die Ingenieurin solle vor allem Werkhofleiter Werner Sturm entlasten. Dieser erledige viele Aufgaben, die eigentlich nicht in sein Sachgebiet fallen, wurde bei einer Organisationsuntersuchung durch die Firma Imaka aus Leonberg deutlich. Sie gab die Empfehlung ab, eine Ingenieursstelle zu schaffen. Das Stellenprofil sieht unter anderem vor, Vergleichsangebote einzuholen, Rahmenverträge mit Handwerksbetrieben auszuarbeiten sowie Bau- und Sanierungsprojekte der Gemeinden zu begleiten.

"Ingenieure können auf Augenhöhe als Partner der Auftraggeber verhandeln", sagte Fischingens Bürgermeister Axel Moick, selbst Baufachmann. Ein Ingenieur sei auch befähigt, Endabrechnungen zu prüfen, bemerkte Schallbachs Bürgermeister Martin Gräßlin. Dass die Finanzierung der neuen Stelle über die Verbandsumlage erfolgt, bereitet Michael Herr Bauchschmerzen. Grundsätzlich sei es wünschenswert, dass sich Sturm auf sein Kerngeschäft konzentrieren könne, so Herr. Für Wittlingen sehe er aber eigentlich keine Luft, sich an der Finanzierung der Stelle zu beteiligen, da im neuen Haushaltsentwurf ersichtlich werde, dass die Gemeinde die Abschreibungen nicht erwirtschaften könne. Deshalb stimme er dagegen. Moick argumentierte, das Einsparpotential übersteige auf lange Sicht die Kosten für die Stelle, weil etwa Aufgaben im Tief- und Hochbau nicht mehr ausgelagert werden müssten.