Tourismus

Boom bei Ferien auf Bauernhöfen in Winden

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Mo, 22. Juni 2020 um 17:36 Uhr

Winden im Elztal

Die Bauernhöfe in Winden im Elztal verzeichneten im vergangenen Jahr eine besonders starke Zunahme: 1320 Gäste, plus 20 Prozent, blieben durchschnittlich jeweils sechs Tage.

Zur Entwicklung des Tourismus im Zweitälerland legte ZTL-Geschäftsführerin Ulrike Weiß wieder ihren Tätigkeitsbericht in der Gemeinderatssitzung vor. Sie sprach von einem hervorragenden Jahr 2019. Nach mehrjähriger Stabilisierung auf erhöhtem Niveau ging es nochmals nach oben. Nach Winden kamen 23 246 Gäste; es gab hier 79 123 Übernachtungen und mit 6,6 Prozent auch den – nach Elzach – höchsten Zuwachs. Die Auslastung der Bettenzahl war mit 63 Prozent ebenfalls am höchsten. Die Sparte Hotel – bedingt durch einen Anbieter – brachte es auf knapp 70 Prozent. Auf ZTL-Ebene lag sie bei 28 Prozent. Die Bauernhöfe in Winden verzeichneten eine besonders starke Zunahme: 1320 Gäste, plus 20 Prozent, blieben durchschnittlich jeweils sechs Tage.

Stark vertreten unter Windens Gästen war die Altersgruppe zwischen 30 und 55 Jahre mit einem hohen Anteil kleinerer Kinder. 28,4 Prozent aller Gäste kamen aus dem Ausland. Die Schweizer waren mit fast zwei Drittel die größte Gruppe, gefolgt von Franzosen mit knapp einem Fünftel. Unter den deutschen Urlaubern kam etwas mehr als die Hälfte aus dem "Ländle".

Der Rat autorisierte auch wieder seine beiden Vertreter in der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschlüssen der Elztal & Simonswäldertal Tourismusgesellschaft zuzustimmen. Die Jahresrechnung 2019 der operativen Gesellschaft wies Umsatzerlöse von 575 561 Euro aus, rund 8000 Euro mehr als 2018. Wie im Vorjahr verblieb mit 2280 Euro ein kleiner Überschuss. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 69 104 Euro, lag aber weiter unter den von den sechs Gemeinden gezeichneten 75 000 Euro. Als größte Ausgabenposten wurden Personalaufwand mit 199 420 Euro und die – nicht näher verdeutlichten – "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" von 253 780 Euro ausgewiesen.