Benz sieht keine Chance für Mitfahrbänke

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 13. Juni 2019

Grenzach-Wyhlen

Antwort an Bürgerin.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Christiane Döring wohnt auf dem Rührberg und liest die BZ. Am Dienstag ist sie auf einen Artikel über Mitfahrerbänke gestoßen, die es in einigen ländlichen Regionen bereits gibt, in anderen – wie in Rheinfelden – nicht wirklich vorankommen. Sie könnte sich eine solche Bank als Ergänzung zum Nahverkehr auch in Grenzach-Wyhlen vorstellen. "Für die Gemeinde würde ich mir solche Bänke auch wünschen, und zwar an der Klosterstraße in Wyhlen an der Abzweigung zum Rührberg und oben an der K6332, Inzlingerstraße, an der Einfahrt zum Rührberg", schreibt Döring sowohl an die BZ als auch an Bürgermeister Tobias Benz.

Der hat ihr nun ausführlich geantwortet. Verwaltung und Gemeinderat hätten sich im Rahmen der Ausarbeitung des integrierten Verkehrskonzepts auch mit dem Thema Mitfahrbank auseinandergesetzt und entschieden, das nicht weiter zu forcieren. Die Gemeinde habe mit dem 38er und der Linie 7311 (im Stundentakt auf Rührberg/Fallberg) bereits ein sehr gutes ÖPNV-Netz, das stetig ausgebaut und in das pro Jahr rund 500 000 Euro investiert werde. Zu Hauptverkehrszeiten gebe es durch die Kombination zwischen Linie 38, 7311 und 7301 teilweise sogar einen Sieben-Minuten-Takt zwischen Grenzach und Wyhlen. Der Schwerpunkt liege auf der weiteren Verbesserung dieses Angebots. Gerade liefen außerdem erste Abstimmungen, um dem Bürgerwunsch nach einer Verbindung ans Freibad nachzukommen. Dies soll im nächsten Jahr realisiert werden.

Davon abgesehen sieht Benz die Mitfahrerbank kritisch. Diese bedeute ja nicht, dass jeder beliebige Autofahrer an der Bank anhalte und dort wartende Personen mitnehme. Aus Sicherheits- und versicherungsrechtlichen Gründen gehe das nur mit Autofahrern, die sich vorher registriert haben. "Alles andere hätte etwas von wildem Trampen, was wir aufgrund nicht unterstützen möchten." Das Konzept höre sich zwar gut an. "Eine nähere Prüfung und die Erfahrungen anderer Kommunen, in denen es versuchsweise umgesetzt wurde, zeigen, dass es die Erwartungen, die darin gesetzt wurden, größtenteils nicht erfüllt hat", so Benz abschließend.