Salzabbau

Sanierungsstart an der Bugginger Abraumhalde ist weiter ungewiss

BZ, Sophia Hesser

Von BZ-Redaktion & Sophia Hesser

Fr, 14. Juni 2019 um 17:13 Uhr

Buggingen

Der BUND kritisiert "Verschleppung der Sanierung" des "Kalimandscharo" in Buggingen – einer Abraumhalde. Salz gerät in das Grundwasser. Landratsamt und Konzern sind im Gespräch.

Der sogenannte Kalimandscharo, die Abraumhalde in Buggingen, wo früher Rohsalz abgebaut wurde, soll saniert werden. Denn Salz gelangt in das Grundwasser – und davon ziemlich viel. Die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender und der Regionalgeschäftsführer Axel Mayer kritisieren das Vorgehen in dem Fall und sprechen von "Verschleppung der Sanierung".

In einem offenen Brief an den Umweltminister Franz Untersteller und Freiburgs Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer erklären sie, dass das Umweltrecht auch "bei den großen Umweltvergiftern angewandt werden" muss und dass neben der Sanierung auch die Bestrafung dazugehöre. "In der selbsternannten Ökoregion Südbaden tut sich über ein Jahrzehnt lang nicht Erkennbares", heißt es in dem Schreiben.

Konzern übernimmt Sanierungskosten

Im Frühjahr wurde bekannt, dass der Bergbaukonzern K+S, die Kali und Salz AG, die Kosten der Sanierung übernimmt. Man sei derzeit im Gespräch mit dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, heißt es auf BZ-Anfrage nun von Seiten des Konzerns. Details der Sanierung müssten geklärt werden, wie lange das dauere sei ungewiss. "Das Landratsamt steht derzeit mit der Kali und Salz AG in Verhandlungen mit dem Ziel, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Durchführung der Sanierung abzuschließen", sagt der Sprecher des Landratsamts.

Buggingens Bürgermeister Johannes Ackermann erklärt auf BZ-Anfrage, dass die Gemeinde mit der Sanierung nichts zu tun habe. Er wisse, dass Details besprochen würden. Außerdem sagt er: "Für uns als Gemeinde ist es natürlich schade, dass unser Wahrzeichen wegfällt, allerdings ist auch klar, dass sich eine Sanierung der Halde aufgrund der Beeinträchtigung des Grundwassers nicht verhindern lässt."