Markgräflerland

Wo ein Salzberg Chlorid ins Grundwasser spült – und sich niemand zuständig fühlt

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Fr, 21. September 2018 um 20:11 Uhr

Buggingen

BZ-Plus Überschrittene Messwerte und frustrierte Umweltschützer: Aus dem Bugginger Berg aus Abfallprodukten der Minen wird nach wie vor viel Salz ins Grundwasser der Region gespült – obwohl ein Gerichts schon vor zehn Jahren bestätigt hat, dass ein Sanierungsplan vorgelegt werden muss.

Der Kali-Bergbau in Buggingen hat Spuren hinterlassen. Rund 40 Meter hoch ist die Abraumhalde, die in der Gemeinde im Markgräflerland fast liebevoll Kalimandscharo genannt wird. Doch aus dem Berg aus Abfallprodukten der Minen wird nach wie vor viel Salz ins Grundwasser gespült. Vor zehn Jahren hat ein Gericht bestätigt, dass ein Sanierungsplan vorgelegt werden muss. Umweltschützer kritisieren, dass davon bis heute nichts zu sehen ist. Die Bugginger hingegen hängen an ihrem Wahrzeichen der Bergbauvergangenheit.

Voller Anerkennung blickten Naturschützer aus ganz Deutschland im Jahr 2008 nach Südbaden. Vor dem Verwaltungsgericht in Mannheim wurde aus ihrer Sicht ein großer Erfolg errungen. Die große K + S Aktiengesellschaft, die frühere Kali und Salz AG, hatte vor Gericht verloren. Das börsennotierte Unternehmen sollte ein Konzept erstellen, damit der rund 40 Meter hohe Kaliberg bei Buggingen saniert werden kann. Die Naturschützer jubelten, endlich würde das Verursacherprinzip angewendet – wer verschmutzt, muss auch sauber machen.

Grenzwerte werden überschritten – bis heute
Heute, zehn Jahre später, blickt Axel Mayer voller Sorge auf den Gipfel des Berges am Rande des Industriegebiets in ...

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