Exkursion zur Gedenkstätte Grafeneck

kjs

Von kjs

Fr, 07. April 2017

BZCard Leserfahrten

Wo die Nazis Menschen mit Behinderung ermordeten / BZ-Leser treffen Leiter des Samariterstifts und Bürgermeister.

Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb war das erste von sechs Vernichtungszentren der sogenannten "Aktion T4". In diesen
Anstalten wurden von 1940 bis 1941 mehr als 70 000 Menschen, mehrheitlich mit geistiger Behinderung oder psychiatrischen Erkrankungen, systematisch ermordet. Für die Nationalsozialisten waren diese Menschen "lebensunwert". In Grafeneck wurden fast 11 000 Menschen mit Kohlenmonoxid vergiftet. Das NS-Regime verharmloste die Massenmorde als "Euthanasie".

Dieser Vergangenheit widmet sich am 23. Mai 2017 eine gemeinsame Exkursion der Badischen Zeitung und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zur Gedenkstätte Grafeneck. Die Teilnehmer besuchen nach einer Einführung das Außengelände der Gedenkstätte, wo seinerzeit die Gaskammern standen, sowie das heutige Dokumentationszentrum. Seit Kriegsende nutzt die Samariterstiftung Grafeneck als Lebensraum, Wohnort und Arbeitsplatz für behinderte und psychisch erkrankte Menschen. Die BZ-Leser treffen den Leiter des Samariterstifts Grafeneck, Markus Mörike. In einem weiteren Gespräch wird Mike Münzing, Bürgermeister von Münsingen, über die politische Gegenwart aus der Perspektive der Nachbargemeinde Grafenecks berichten. BZ-Redakteur Wulf Rüskamp begleitet diese BZ-Leserfahrt.

Das gesamte Exkursionsprogramm, die Busfahrt und ein Mittagessen sind mit BZCard im Preis von 87 Euro pro Person enthalten. Der reguläre Preis liegt bei 92 Euro.