CORONA-SPLITTER

dpa

Von dpa

Fr, 20. März 2020

Panorama

WHO

Ibuprofen-Entwarnung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurückgenommen. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Die WHO-Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien zu dem Schluss gekommen, dass es über die bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinaus keine Hinweise auf negative Folgen von Ibuprofen bei Covid-19-Patienten gebe. Dienstag hatte die WHO noch statt Ibuprofen Paracetamol empfohlen.

SPANIEN


Zahl der Toten steigt

Viele Opfer hat Spanien zu beklagen. Dort stieg die Zahl der Toten durch das Coronavirus binnen 24 Stunden um fast 30 Prozent auf 767, so das Gesundheitsministerium. Mehr als 17 000 Menschen seien infiziert. Für die kommenden Tage wird mit einem weiteren Anstieg bei den nachgewiesenen Infektionen gerechnet, weil Tests auf den neuartigen Erreger Sars-Cov-2 in Spanien inzwischen besser verfügbar sind.

RÜCKHOLAKTION

1500 wieder zu Hause

Die Bundesregierung hat am Mittwoch mit den ersten sieben Charterflügen ihrer Rückholaktion wegen der Coronavirus-Krise 1500 Deutsche aus Tunesien, Ägypten, Marokko und Aserbaidschan nach Deutschland zurückgebracht. Am Donnerstag sollten nach Angaben des Auswärtigen Amtes zusätzlich von den Philippinen und der Dominikanischen Republik Maschinen mit deutschen Touristen starten.

SÜDAFRIKA

Hängepartie vor Ende

In Südafrika zeichnet sich ein Ende der Hängepartie für 1240 deutsche und österreichische Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Aida-Mira ab. "Wir haben jetzt die Erlaubnis für die Abreise der Gäste erhalten und bereiten die Flüge für das Wochenende vor", sagte ein Sprecher von Aida Cruises. Trotz der negativen Corona-Testergebnisse von sechs Mitreisenden hatten die Passagiere auf eine behördliche Genehmigung für ein Verlassen des Kreuzfahrtschiffes warten müssen. Diese Genehmigung war nötig, um "unsere Gäste vom Schiff zum Flieger bringen zu dürfen", so der Sprecher. Das Schiff mit seinen 486 Besatzungsmitgliedern liegt seit Montag in Kapstadts Hafen.
NIEDERLANDE


"Zehn Jahre kacken"

Die Niederlande verfügen nach den Worten von Ministerpräsident Mark Rutte über ausreichend Klopapier: "Wir haben soviel, wir können zehn Jahre kacken", sagte Rutte vor laufenden Kameras beim Besuch eines Supermarktes in Den Haag. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wird immer wieder über Hamsterkäufe berichtet, unter anderem auch bei Toilettenpapier. FRANKREICH

Keine Gäste auf Inseln

Weil viele Städter vor dem Virus auf die französischen Atlantikinseln geflohen sind, haben sich einige Bürgermeister im Département Morbihan entschlossen, das Vermieten von "Zimmern aller Art" an Saisongäste zu verbieten. In der Region liegen die beliebten Inseln Belle-Île-en-Mer, Groix, Houat et Hoëdic. Zehntausende waren aufs Land, zu ihren Verwandten oder in die Zweitwohnungen am Meer geströmt. Angesichts des Ansturms kommt es zu Reibereien mit Einheimischen.
HILFSLIEFERUNGEN


Acht Tonnen für Italien

Deutschland hat medizinische Hilfsgüter an den besonders stark von der Corona-Epidemie betroffenen EU-Partner Italien geliefert. Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza bedankte sich bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Es waren sieben Tonnen Hilfsgüter von der italienischen Luftwaffe ausgeflogen worden, darunter Beatmungsgeräte. Spahn betonte, europäische Partner müssten gerade unter Druck zusammenstehen. Die Bundesregierung hatte wegen der Coronakrise zunächst weitgehende Exportbeschränkungen für Schutzmaterial verhängt. Daran gab es teils auch Kritik aus anderen europäischen Ländern.

INDIEN

Sonntag als Mahnung

Indiens Premier Narendra Modi will am Sonntag von 7 bis 21 Uhr eine landesweite Ausgangssperre verhängen. In dem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern gibt es bislang im Vergleich zu Ländern Europas nur wenige bestätigte Fälle des Coronavirus, konkret 173 sowie vier nachgewiesene Covid-19-Tote. Getestet wird in dem Land aber kaum.