Verdienst

Da werden die Realitäten verfälscht

Klaus Schneidewind (Bad Säckingen)

Von Klaus Schneidewind (Bad Säckingen)

Di, 21. Juli 2020

Leserbriefe

Zu: "Die Spanne bleibt riesig", Beitrag von Rolf Obertreis (Wirtschaft, 15. Juli)
In der Tat, die Spanne bleibt riesig zwischen dem gemeinen Mitarbeiter und jenen, die sich in den Chefetagen der DAX-Unternehmen tummeln. Aber sie bleibt riesiger als in dem Artikel der BZ geschildert, die sich auf eine Vergütungsstudie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der TU München beruft.

Deren Berechnungen waren mir immer schon ein Dorn im Auge, weil sie die Realitäten verfälschen. Ganz kurz noch zu der Altersversorgung der DAX-Vorstände (warum muss übrigens jemand für das Alter vorsorgen, der während seiner beruflichen Aktivitäten schon Millionen in schwindelerregender Höhe eingestrichen hat?): bis zu 1,5 Millionen gibt’s im Jahr, mehr als satte 120 000 Euro im Monat. Eine nicht nachvollziehbare Summe für einen normalen Rentner. Dafür müsste er aber noch zwischen 70, 80 Jahre leben, meist sogar noch viel länger, um auf diesen unmoralischen Betrag zu kommen. Klaus Schneidewind, Bad Säckingen