"Das große Fest ist abgelaufen wie ein Uhrwerk"

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Sa, 15. Juni 2019

Schuttertal

Keine Zwischenfälle und ein großer Besuchererfolg: Ludwig Göppert zieht nach dem Jubiläumswochenende Bilanz.

SCHUTTERTAL-SCHWEIGHAUSEN (bzl). Das Jubiläumsfest der Schweighausener zum 800-jährigen Bestehen ihres Bergdorfs an Pfingsten ist ein Erfolg gewesen. Dieses Fazit zieht Ludwig Göppert, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, bei dem alle Fäden zusammenliefen. "Es ist abgelaufen wie ein Uhrwerk. Alle können stolz sein, denn das ganze Dorf hat mitgemacht."

Drei Tage lang hatte sich der Ort mit einem Rundumpaket an Veranstaltungen und Verköstigung an vielen Ecken in der Dorfmitte präsentiert. Eine Besonderheit sieht Göppert darin, dass sämtliche Abendveranstaltungen, mit Ausnahme des Samstags bei der Partyband Allgäu Power, ohne Eintritt stattfinden konnten. "Das war bewusst so festgelegt, aber auch sehr gewagt. Der Samstagabend hat unser finanzielles Risiko fast abgedeckt", so seine Bilanz. Und das Festzelt sei nicht nur bei den Abendveranstaltungen, sondern auch tagsüber immer gut gefüllt gewesen. Gerade für die Konzerte hatte Göppert im Vorfeld Werbung gemacht, etwa in der Blasmusikerzeitung. Zudem hatte er er mehr als 100 E-Mails an Musiker des Genres verschickt. Diese Arbeit sei vor allem beim Alpenblech-Konzert belohnt worden, zu der viele renommierte Musiker und Bandleader kamen.

Was reibungslos logistisch funktionierte, war freilich von langer Hand geplant und brauchte unzählige Helfer. Ludwig Göppert zeigt sich stolz, dass sich viele Vereine und Bürger dafür eingesetzt haben. "Ich habe nicht eine negative Kritik erhalten", sagt er zur Besucherresonanz.

Einzig kleine Stellschrauben hätten gedreht werden müssen, wie etwa das kurzfristige Nachordern von Getränken und Speisen. Das sei aber nur beim Festgottesdienst vorgekommen, weil man wegen der gewünschten Ruhe an der Theke nichts für die gut 500 Besucher habe vorbereiten können. Die Folge: Beim Mittagessen gab’s Wartezeiten, das Problem sei aber gut gelöst worden. "Letztendlich haben wir alles verkauft bis auf ein paar Würste, die beim Abbau und Aufräumen aber noch weggekommen sind." Viel Lob habe er gehört für das vielfältige Programm, das für jedes Alter etwas bereit hielt und Familien und Kinder berücksichtigt hat.

Dass es keine Zwischenfälle oder Ärger bei den Großveranstaltungen gab, zeugt für Göppert vom guten Konzept. "Jeder Einzelne trug dazu bei. Die Logistik mit Teamleitern, Schichtführern und Helfern war einmalig."