"Das macht mich zornig ohne Ende"

Michael Baas

Von Michael Baas

Di, 19. Dezember 2017

Theater

BZ-INTERVIEW: Andreas Rebers, der sich auch als "diensthabender Alleinunterhalter" bezeichnet, zum politischen Kabarett und Applaus von der falschen Seite.

"Eine Abrissbirne auf zwei Beinen", hat ihn die Westdeutsche Allgemeine Zeitung 2013 einmal genannt. Die Neue Zürcher Zeitung diagnostizierte einst gar eine "Erweckung der Giftklasse A" und die Deister-Weserzeitung bezeichnete Andreas Rebers unlängst als "Fallgrubensteller". Im Gespräch stellt der Kabarettist aber weder Fallen noch sprüht er Gift, sondern zeigt sich als auskunftsfreudiges Gegenüber. Michael Baas telefonierte mit Rebers vor seinem Gastspiel im Lörracher Burghof.

BZ: Herr Rebers, Sie sind gelernter Lehrer und Musiker. Was hat Sie von der Bühne des Klassenzimmers auf die Kabarettbühne geführt?
Rebers: Ich habe schon in jungen Jahren Musik gemacht und war Lehrer für Arbeit, Wirtschaft und Technik an einer integrierten Gesamtschule, die ich übrigens bis heute für das bessere Schulmodell halte. Aber ich habe keine Anstellung bekommen. Damals gab es die perverse Begrifflichkeit der Lehrerschwemme.
BZ: Wir sprechen über die 1980er-Jahre.
Rebers: Genau. Und ich hatte keine Aussicht auf eine Festanstellung. Ich habe dann lange Straßenmusik gemacht, war auch schon während meines Studiums politisch aktiv, war überhaupt immer ein sehr politischer Mensch und habe auch politische Straßenmusik gemacht. Damals gab es so etwas noch. Irgendwie hatte ich immer ein Faible dafür, auch selbst zu texten. Dann habe ich noch Diplompädagogik und Musik studiert, bin geprüfter Akkordeonlehrer und kam anschließend per Zufall ans Theater.
"Kabarett ist eine sehr
persönliche Kunst."
BZ: Das heißt, es war eine gleitende Entwicklung?
Rebers: Ja, aber inzwischen mache ich seit 20 Jahren pures Kabarett. Davor war ich lange am Theater, habe ...

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