Den Robotern bei der Arbeit zuschauen

Ulrike Hiller

Von Ulrike Hiller

Mi, 19. Juni 2019

Ettenheim

UNTERWEGS: Der Seniorenrat besuchte das Mercedes-Benz-Werk und den Kehler Rheinhafen.

ETTENHEIM (ulh). Nicht schlecht staunten 50 Ettenheimer über den Einsatz der vielen Roboter beim Mercedes-Benz-Werk in Rastatt. Dieses und der Kehler Rheinhafen waren Ziele eines Ausflugs des Ettenheimer Seniorenrats.

Bei der Besichtigung des Kehler Hafens referierte Organisator Herbert Andlauer über die Geschichte der 35 000 Einwohner zählenden Grenzstadt.

Der Hafen sei noch Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg mit Stacheldraht eingezäunt und nicht zugänglich gewesen. Noch Anfang der 1950er Jahre waren mitten durch die Straßen Stacheldrahtzäune gezogen worden. Der letzte Grenzzaun wurde erst im April 1953 entfernt.

Der Hafen Kehl besteht seit 1900 und ist inzwischen zu einem Umschlagplatz für Güterwaren, insbesondere Eisen- und Stahlwaren, Baustoffe, Mineralölprodukte, feste Brennstoffe und Getreide geworden. Verwaltet wird der Hafen vom Land Baden-Württemberg. Nach der Hafenbesichtigung ging es weiter Richtung Rastatt mit dem Ziel Mercedes-Benz-Werk. Dort wurden die Besucher vor der Werksbesichtigung zur Mittagsrast eingeladen. Im Werk selbst ging es unter fachkundiger Führung über Galerien mit Blick auf die Fertigung. Wegen der vielen Roboter waren dort nur wenige Menschen zu sehen, obwohl das Werk mit 6000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt ist.

Auch hier gab es einen informellen Teil zur Geschichte: Die Stadt mit 49 000 Einwohner war einst Garnisonstadt und wird deshalb mit einer Zeile im Badnerlied gewürdigt.