Mit dem Glimmstängel in den Krieg

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Sa, 13. Dezember 2014

Denzlingen

Währung, Bestechung, Selbstdarstellung: Dirk Schindelbeck aus Denzlingen erforscht die Geschichte der Zigarette.

DENZLINGEN. Ein ganzes Buch über die Rolle der Zigarette im Ersten Weltkrieg? Das scheint d in Zeiten, in denen der Glimmstängel politisch nicht mehr korrekt ist, als verwegen. Für den in Denzlingen lebenden Dirk Schindelbeck jedoch ist das Forschen rund um die Zigarette höchst spannend. Mit der "Sprache der Zigarette im 20. und 21. Jahrhundert" befasst sich der Germanist und Kulturwissenschaftler seit einem Jahr mit Kollegen aus Jena, Hamburg, Göttingen, Magdeburg und Wien in einem Forschungsverbund. Jetzt ist der erste von drei Bänden erschienen.

"Die Zigarette steht markentechnisch für die hohe Kunst, ein Produkt unters Volk zu bringen", betont Schindelbeck, der sich seit Jahren immer wieder mit Werbung befasst hat. Im Vergleich zu anderen Produkten sei die Zigarette eher eine Luftnummer, für die es öffentliches Vertrauen zu gewinnen gelte. Das scheint seit der Wende zum 20. Jahrhundert gut gelungen zu sein. Die Zigarette hatte sich gegenüber Pfeife und Zigarre etabliert, war gesellschaftsfähig geworden, was nicht zuletzt den damit verbundenen Werbebotschaften zu verdanken war.

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