Der Staffelstab ist nun übergeben

Cornelia Liebwein

Von Cornelia Liebwein

Mo, 22. Juli 2019

St. Blasien

Für Marlies Woerz war der 25-Runden-Lauf, den sie vor mehr als 30 Jahren initiierte, die letzte Aktion als Internatsleiterin.

ST. BLASIEN (lib). Ein Hauch Olympia wehte über die Wettkampfstrecke, als sich die 13 Teams des 25-Runden-Staffellaufs des Kollegs unter der Organisation von Internatsleiterin Marlies Woerz am Samstagnachmittag auf den Weg machten. Dabei gingen die laufbegeisterten Schüler, Lehrer, Internatspädagogen und Jesuiten des Kollegs auf eine etwa 800 Meter lange Strecke. Nicht zu schlagen war das Siegerteam "Plattfuß im Turnschuh". "KappaKlaus" folgte auf dem zweiten Platz und die "Lehrerstaffel 1" sprintete auf den dritten Platz.

Zum Schluss endete der Sporttag wehmütig. Die allerletzte Runde liefen Internatsleiterin Marlies Woerz und ihr Nachfolger Pater Marco Hubrig, flankiert von den vielen Teilnehmern des Wettkampfs. Danach wurde es für Woerz Zeit, den Stab symbolisch an ihren Nachfolger weiterzureichen, um sich dann von der Bühne des Kollegs zu verabschieden.

Die langjährige Internatsleiterin hatte diese Veranstaltung vor mehr als 30 Jahren ins Leben gerufen. Zum wiederholten Mal ist ihr auch am Samstag mit der Verbindung von Sport und Spaß ein großer Erfolg geglückt.

"Schön, dass es wieder geklappt hat", sagte Woerz erfreut, als sie die Teilnehmer einwies und betonte: "Ich freue mich, dass Groß und Klein miteinander laufen". Als prominenten Läufer kündigte sie Hubert Müller an. Der einstige Schulleiter war aus Genua angereist und startete dann im Tandem mit seinem Nachfolger Michael Becker.

Meist hatte sich die Sonne hinter einem Wolkenberg verdrückt und machte die sommerlichen Temperaturen erträglich, als die Sportler nach dem Startkommando durch Kollegsdirektor Pater Klaus Mertes eine leichte Nervosität abschüttelten und die vielen munteren Beine über die Strecke wirbelten.

Etwas abseits türmten sich am Versorgungspunkt Berge von portionsweise geschnittenem frischen Obst – ein unerschöpflicher Vorrat an Wassermelonen, Bananen, Zitrusfrüchten.

Immer das Kolleg zu ihrer Rechten ging es für die Mannschaften "Die flinken Flitzer", "Elf Voraus", "Plattfuß im Turnschuh", "PK-AG 20", "KappaKlaus", "Die rasante Zwölf", "St. Blasier Freaks", "Die wilde Dreizehn", "Speed" und andere klangvolle Namen am Dom und Busparkplatz vorbei und nach einer 800 Meter langen Strecke ins Ziel.

Während des Laufens stets von ihren Mitstreitern und Pater Hubrig am Mikrofon eifrig angefeuert, stand ihnen in den Pausen bei Bedarf der jeweilige Teamchef zur Seite. Ermattet kamen sie an und wurden schulterklopfend von ihren Mitstreitern empfangen. Später erfuhren sie von der Internatsleiterin bei der Siegerehrung, wie sie abgeschnitten hatten, und erhielten als Dank für die Teilnahme je ein T-Shirt, Eis und liebe Worte.