Das Ende eines bizarren Prozesses

Andreas Böhme

Von Andreas Böhme

Mi, 16. Juli 2008

Deutschland

Zwei Jahre lang wurde gegen drei Islamisten verhandelt / Trotz Verzögerungstaktiken der Angeklagten fielen jetzt die Urteile

STUTTGART Nach 142 Verhandlungstagen endete gestern vor dem Oberlandesgericht ein bisweilen bizarrer Terrorprozess: Drei Mitglieder der radikal-islamischen Gruppe Ansar al-Islam wurden zu langen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie 2004 einen Anschlag auf den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Allawi geplant hatten.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre dauerte der Prozess im Verhandlungstrakt des Hochsicherheitsgefängnisses in Stuttgart-Stammheim. Bisweilen schien es, als sollte er nie enden. Auch der fünfte Strafsenat des Oberlandesgerichts ist von den bloßen Zahlen so beeindruckt, dass die Vorsitzende Christine Rebsam-Bender sie ganz vorne an die Urteilsbegründung rückt: 64 Zeugen plus zahlreiche Sachverständige lieferten Stoff für mittlerweile mehr als 370 ...

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