Aufarbeitung

Die Grünen drehen sich auf ihrem Parteitag im Kreis

Thomas Fricker

Von Thomas Fricker

So, 20. Oktober 2013 um 21:35 Uhr

Deutschland

Weder Abschluss noch Aufbruch: In der Debatte um das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl drehen sich die Grünen auf ihrem Parteitag im Kreis. Sie machen nur halbe Schritte.

Von außen wirkt das Velodrom wie ein Ufo. Ein runder Koloss, metallisch glänzend, von Außerirdischen hineingefräst in den märkischen Sand. Drinnen herrscht Bunker-Feeling – das Raumschiff als Fluchtburg aus Beton mitten in Berlin. Oder handelt es sich eher um eine moderne Gruft? Wo sonst Radfahrer ihre Kreisbahn ziehen, grübeln die Grünen über ihr schwaches Abschneiden bei der Bundestagswahl. Und wie ein Bahnradrennen dreht sich auch die Debatte im Kreis. "Wir Grünen sind eine Klugscheißerpartei geworden", schimpft etwa Manuela Rottmann aus Frankfurt. Sie steht für diejenigen Delegierten, denen die Grünen im Wahlkampf in ihren Forderungen zu maßlos und im Ton zu besserwisserisch waren. "Ein Oberbürgermeister aus Tübingen und ein Ministerpräsident haben versucht, unsere Steuerpolitik zu torpedieren", ruft dagegen Jörg Rupp zornig aus. Der Mann kommt zwar vom Kreisverband Karlsruhe-Land, aber ein typischer Vertreter der angeblich so realpolitisch geprägten baden-württembergischen Grünen ist er nicht. Als Parteilinker wirft er unter anderem Winfried Kretschmann und Boris Palmer vor, diese hätten durch ihr Genörgel über die grünen Steuererhöhungsvorhaben den politischen Gegner und die Medien auf den Schwachpunkt im Portfolio erst aufmerksam gemacht. Die Debatte zieht sich an zwei Tagen über viele Stunden hin. Ein eindeutiger Sieger steht hinterher – anders als im Sport – nicht fest.

Aber vielleicht ist das auch unmöglich an Tagen wie diesen. ...

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