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Christopher Ziedler

Von Christopher Ziedler

Do, 13. September 2018

Deutschland

BZ-Plus In der Generaldebatte versucht die Kanzlerin, der Negativstimmung im Land und in ihrer Regierung etwas entgegenzusetzen – doch sie dringt damit nicht recht durch.

Bestens gelaunt hat Angela Merkel an diesem für sie so wichtigen Tag das Reichstagsgebäude betreten. Am Nordeingang gibt es ein beherztes "Guten Morgen" für die Sicherheitsleute an den Röntgengeräten, forschen Schrittes geht es dann direkt ins Plenum, wo die meisten Abgeordneten schon auf die Bundeskanzlerin warten. Ihr eigener Haushaltsposten wird beraten, traditionell Anlass, um über das große Ganze und den Zustand von Land und Regierung zu streiten. Von der guten Laune der Kanzlerin jedenfalls wird am Ende dieser Generaldebatte nicht mehr viel zu sehen sein.

Ihre Rede kommt zu einem Zeitpunkt, da es knirscht und kracht im Gebälk dieser Republik. Chemnitz und Köthen heißen die Orte, die zu Symbolen einer gesellschaftlichen Spaltung geworden sind: der berechtigten Empörung über Gewaltverbrechen von Asylbewerbern einerseits, die eigentlich schon hätten das Land verlassen müssen; und der Hetze andererseits, die diesen Zorn pauschal auf alle Flüchtlinge umleitet und unverhohlen den Umsturz des ...

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