Büchel

Neue Atombomben für die Eifel

Arne Bensiek

Von Arne Bensiek

Mi, 23. Juli 2014

Deutschland

Seit dem Kalten Krieg lagern Atomwaffen der USA in Büchel, doch statt sie abzuziehen, werden sie nun durch moderne ersetzt.

Wenn der Pilot die Triebwerke seines Tornados einschaltet, grollt es durch Büchel wie ein Donner. Schon morgens steigen im idyllischen Eifeldorf die Kampfflugzeuge der Bundeswehr auf zu ihren Übungsmanövern. Die 1200 Einwohner sind es gewohnt. "Wer gegen den Fliegerhorst ist, ist hier allein", sagt der ehemalige Bürgermeister Richard Benz, der nur zwei Kilometer von der Startbahn entfernt wohnt. Der pensionierte Tischler stellt klar: "Viele von uns hätten keine Arbeit, gäbe es die Tornados nicht." Das relativiere in einer strukturschwachen Region vieles. Sogar, dass in Büchel bald neue Atombomben einziehen sollen.

Bis 2020 will die US-Regierung ihre rund 180 in Europa lagernden Nato-Nuklearwaffen modernisieren. Das Vorhaben hat unlängst wichtige Hürden im US-Kongress genommen – was auch Deutschland, genauer gesagt der Fliegerhorst Büchel betrifft. In der Vulkaneifel, zwischen Koblenz und Trier, werden aus der Zeit des Kalten Krieges noch immer bis zu 20 in die Jahre gekommene Atombomben der Typen B 61-3 und B 61-4 aufbewahrt – die letzten hierzulande. Diese Waffen sind für den Abwurf durch ein Flugzeug gebaut und besitzen die 13-fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Mit der Lagerung auf deutschem Boden entspricht die Bundesrepublik der ...

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