Beide Augen zu – absichtlich

Freiburger Verwaltung prüft anonymisierte Bewerbungen

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Do, 05. Juli 2012 um 12:07 Uhr

Freiburg

Hilft selbstauferlegte Blindheit, wenn es um Stellenbesetzungen geht? Die Freiburger Stadtverwaltung prüft derzeit auf einen Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion hin, ob es sinnvoll sein könnte, in Zukunft die Bewerbungsverfahren in der ersten Stufe anonymisiert durchzuführen.

Dabei erhalten die Personalverantwortlichen, wenn sie über die Einladung zum Bewerbungsgespräch entscheiden, keine Fotos, keine Namen und keine Angaben zum Alter, zum Geschlecht und zur Nationalität der Bewerber. Damit soll nachteilige Diskriminierung verhindert werden.

Für den SPD-Stadtrat Walter Krögner liegen die Vorteile des anonymen Verfahrens auf der Hand: "Wenn es keine persönlichen Informationen gibt, dann greifen viele voreilige, oft unbewusste Auswahlmuster einfach nicht mehr. Stattdessen orientieren sich die Einladungen zu Vorstellungsgesprächen allein an der fachlichen, objektiven Qualifikation für eine bestimmte Aufgabe."

So könne die Stadt ihre Personalauswahl modernisieren ...

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