Für 210 000 Euro

Die historische Friedhofsmauer in Sulz kann saniert werden

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Fr, 15. März 2019 um 20:00 Uhr

Lahr

Der Ortschaftsrat Sulz hat die Arbeiten vergeben und Versäumnisse der Vergangenheit beklagt . Das Projekt kostet knapp 210 000 Euro.

Einer Sanierung der Sulzer Friedhofsmauer steht nichts mehr im Weg. Der Ortschaftsrat hat in der Sitzung am Donnerstag die Spezialbaumeister-Arbeiten zum Angebotspreis von knapp 210 000 Euro vergeben. Der Zuschlag erfolgte einstimmig.

Hintergrund ist der Einsturz eines Teilstücks der Mauer im Jahr 2015, für dessen Instandsetzung 60 000 Euro im Haushalt 2016 eingestellt worden sind. Als der Efeu entfernt wurde, der die Mauer zum Teil komplett überwuchert hatte, war das ganze Ausmaß der Schäden offenbar geworden. Überlegungen, ganz auf die Mauer zu verzichten und eine Begrenzungsböschung anzulegen oder die Mauer durch eine Ausführung in Stahlbeton zu ersetzen, hatte das Landesdenkmalamt widersprochen. Begründung: Die Mauern aus dem Barock-Zeitalter seien als Kulturdenkmal ausgewiesen (wir berichteten).

In Zukunft soll besser auf die Mauer geachtet werden

"Hier hätte schon vor 20 oder 30 Jahren etwas getan werden müssen", monierte Bernhard Faißt (CDU) im Laufe der Beratungen Versäumnisse der Vergangenheit, ohne Schuldige auszumachen. Faißt mahnte an, nach erfolgter Sanierung das Bauwerk im Auge zu behalten, damit in Zukunft Schäden frühzeitiger erkannt und mit einem geringeren finanziellen Aufwand behoben werden können.

Angesichts der großen Differenz von fast 200 000 Euro zwischen dem billigsten und teuersten Angebot witterte Bernhard Faißt mögliches Ungemach und sprach sich dafür aus, den Zuschlag einer Firma mit einem mittleren Preisangebot zu erteilen. Dem wiederum erteilte Ortsvorsteher Rolf Mauch eine Absage. Der Zuschlag müsse dem wirtschaftlichsten Angebot, also dem Angebot mit dem günstigsten Preis-Leistungs-Verhältnis erteilt werden.

Die Stadt hat keine Erfahrungen mit der Bieterfirma, sagte der Leiter des Bau- und Gartenbetriebs Herbert Schneider. Er wies jedoch auf die guten Referenzen des Unternehmens hin.

Die Arbeiten umfassen die Sanierung und statische Sicherung von insgesamt 210 Metern Sandsteinmauer, die auf rund 140 Metern als Stütz- und auf weiteren 70 Metern als freistehende Begrenzungsmauer ausgelegt werden soll.