Dienst am Mitbürger auf weniger Schultern verteilt

Eberhard Gross

Von Eberhard Gross

Do, 18. Juli 2019

Münstertal

Krankenverein St. Trudpert unterstützt Sozialstation und unterstreicht gelebtes Miteinander in Münstertal / Mitgliederzahl rückläufig.

MÜNSTERTAL. Als "Verein zur Förderung karitativer und sozialer Dienste" ist er in der Gemeinde weniger bekannt; als "Krankenverein St. Trudpert" schon, denn er leistet wertvolle Hilfe zum Wohle kranker und alter Mitbürger. Das wurde jüngst bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Kreuz" deutlich, zu der der Vorsitzende Bernhard Gutmann Vertreter verschiedener sozialer Organisationen begrüßen konnte, darunter auch die Oberin des Klosters St. Trudpert, Schwester Teresa. Obwohl die Aufgaben und damit auch die Ausgaben des Vereins zunehmen, ging die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder leicht zurück auf 283, weshalb Neumitglieder sehr willkommen sind. Der Dank des Vorsitzenden galt neben den Vereinsangehörigen insbesondere den Helferinnen und Kassiererinnen.

Ursula Ruh, die stellvertretende Vereinsvorsitzende und Schriftführerin, verwies in ihrem Bericht darauf, dass der Schwerpunkt des Vereins in der Übernahme der Beiträge der Pfarrgemeinde St. Trudpert an die Sozialstation Südlicher Breisgau liege. Damit trage der Verein zur Finanzierung der Sozialstation bei, was wiederum der Bevölkerung zu Gute komme. Auch in anderen Fällen leiste der Verein Hilfe, etwa mit der Weihnachtspäckchenaktion, bei der ehemalige Münstertäler sowie alte und kranke Mitbürger zu Weihnachten beschenkt werden.

Der Kassenbericht für 2017 und 2018, den Fritz Pfefferle erstattet, wies neben der Hilfe für die Sozialstation auch die Unterstützung des örtlichen Helferkreises aus, bei dem die Fahrtkosten für die Teilnehmer an den wöchentlichen Zusammenkünften der Demenzgruppe im Kloster übernommen werden. Zukünftig wird der Helferkreis, wie dessen Vorsitzende Roswitha Ruh angab, diese Kosten selbst tragen. Die Kassenprüfer Hans Wiesler und Walter Riesterer bestätigten die einwandfreie Führung der Vereinskasse, so dass der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt werden konnte.

Als Vertreterin der Sozialstation dankte die stellvertretende Pflegedienstleiterin Stefanie Gutmann dem Krankenverein für die Hilfe. Derzeit würden 100 Talbewohner durch drei Pflegekräfte und zwei Assistenten betreut, jedoch mache sich die demografische Entwicklung der Bevölkerung auch im Pflegebereich bemerkbar und könne zu Engpässen führen. Grüße, Dank und Lob der Gemeinde übermittelte der stellvertretende Bürgermeister Edwin Hofmann. Der Krankenverein habe seit seinem Bestehen hervorragende Leistungen erbracht. Für das Gemeindeteam des Pfarrgemeinderates dankte Silvia Pfefferle für die Übernahme der Beiträge an die Sozialstation und verwies gleichzeitig auf die künftige Entwicklung und die zu erwartenden Änderungen innerhalb der Pfarrgemeinde, der Seelsorgeeinheit und des Dekanats, was die Arbeit der Sozialdienste vor Ort immer wichtiger erscheinen lasse.

Der neue Komtur des Lazarus-Hilfsdienstes und Heimleiter des Altenheimes St. Margarethen in Staufen, Matthias Ortlieb, der mit seinem Vorgänger Karl Walz erschienen war, unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen Krankenverein und der Aktion Essen auf Rädern. Um dieAktion auf die Außenbereiche der Gemeinde auszudehnen, müsse laut Bernhard Gutmann zunächst der Bedarf ermittelt und infolge der Weitläufigkeit die Verteilung geprüft und organisiert werden. Er versicherte: "Wir bleiben dran".