Dreifacherfolg der Norweger

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Von dpa

Fr, 26. Februar 2021

Skilanglauf

Skilangläufer dominieren den WM-Sprint in Oberstdorf / Janosch Brugger hadert mit den Skiern.

(dpa/zwi). In der herrlich warmen Frühlingssonne von Oberstdorf hatte die strahlende Laura Gimmler ihr Programm schon absolviert, als Langlauf-Star Johannes Kläbo direkt das erste große Highlight zum Auftakt der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft setzte. Mit einem furiosen Endspurt entschied der 24 Jahre alte Norweger am Donnerstag den Sprint ungefährdet für sich, seine beiden Landsmänner Erik Valnes und Haavard Solaas Taugböl komplettierten den Dreifacherfolg, bei dem die Favoriten aus Skandinavien gleich ihre Ausnahmestellung untermauerten.

"Die sind technisch-taktisch auf einem absoluten Toplevel", lobte Teamchef Peter Schlickenrieder. Das Trio um Kläbo hatte im Finallauf die Konkurrenz deutlich abgehängt. "Wenn man sieht, wie ein Kläbo noch taktieren kann, dann ist das schon eindrucksvoll."
Gimmler hatte zuvor als beste deutsche Athletin das Halbfinale erreicht und war als Zehnte mit ihrem Abschneiden glücklich. "Ich bin unglaublich erleichtert und gerührt, dass heute alles aufgegangen ist", sagte Gimmler. Für sie sei schon die Teilnahme in ihrer Heimat "ein Kindheitstraum" und das überraschend starke Ergebnis "das Sahnehäubchen". Die weiteren deutschen Sportler waren in der Qualifikation und im Viertelfinale ausgeschieden. "Ich denke, das ist gelungen, das passt", bilanzierte Schlickenrieder vor allem mit Blick auf Gimmler.

Janosch Brugger, der einzige Skilangläufer aus dem Schwarzwald bei der Heim-WM im Allgäu, kam zum Auftakt nicht über einen 29. Platz hinaus. Der 23-Jährige von der WSG Schluchsee haderte mit der Präparierung seiner Skier. Mit seiner Platzierung im Viertelfinale war er gleichwohl Bester der vier deutschen Männer. Er habe "zwei verschiedene Rennen erlebt", sagte Brugger der Badischen Zeitung. Vormittags im Prolog war der grobkörnige Schnee noch fest. Brugger zeigte nach eigener Einschätzung eine seiner besten Sprintleistungen in diesem Winter. Als 27. der 157 Starter qualifizierte er sich für das Viertelfinale der besten 30. Bei den Viertelfinalläufen am Mittag "knallte die Sonne dann voll ins Stadion", berichtete er. Temperaturen von 18 bis 20 Grad, so seine Schätzung, machten aus der zuvor kompakten Unterlage "ein faules Zeug". Dass die Techniker in der Pause nicht mehr auf die Strecke durften, sei "ein absoluter Graus" gewesen. Sie wüssten ebenso wenig wie er, warum seine Ski in der entscheidenden zweiten Runde nicht mehr liefen. Beim Einlaufen sei die neue Wachsvariante noch okay gewesen.

Bei den Frauen ging der erste WM-Titel an die Schwedin Jonna Sundling, die den Endlauf souverän vor der Norwegerin Maiken Caspersen Falla und der Slowenin Anamarija Lampic gewann. Nach einer Pause an diesem Freitag geht es am Samstag mit den beiden Skiathlon-Rennen weiter.