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E-Bike-Touren durch Rheinauen

Rolf Müller

Von Rolf Müller

Mi, 04. Juli 2012 um 17:32 Uhr

Eine E-Bike-Tour über den Rhein und durch den Taubergießen ist nicht anstrengend, denn die Route führt durch flaches Terrain. Hier ist die Landschaft geprägt durch Auen- und Flusslandschaften.

Auf dem E-Bike, neuerdings zu Unterscheidung von der führerscheinpflichtigen schnellen Version Pedelec genannt, lassen sich bequem Grenzen überschreiten – die kaum mehr bemerkbaren Grenzen etwa zwischen Baden und dem Elsass. Idealer Startpunkt ist in Rheinhausen bei Peter Schönsteins Radtouren 24, wo man sich Tourentipps holen, einer geführten Tour anschließen oder ein Pedelec mieten und auf eigene Faust losfahren kann.

Wir radeln zunächst nach Süden auf dem Rheinradweg bis zum Sträßchen, das Weisweil mit dem Rhein verbindet. Nun geht es zum Rhein und dem Damm, der die Wasserverteilung zwischen Grand Canal d'Alsace und Restrhein regelt. Für Fußgänger und Radler gibt es einen Durchgang nach Frankreich und auf die Rheininsel, die von Kanal und Restrhein gebildet wird.

Die EDF, die die Kraftwerke am Kanal betreibt, hat den Weg mit zahlreichen Tafeln versehen, auf denen die Radler und Fußgänger über Schleusen und Schifffahrt, über Kraftwerke und Fischleitern, über die Geschichte des Rheinausbaus seit Tulla, aber auch über die Bemühungen um die Natur informiert werden. Doch es bleibt nicht bei grauer Theorie – nicht nur weil die Schleusen eine Aussichtskanzel haben, auch die Kraftwerkshallen können tagsüber besichtigt werden. Gespenstisch leer ist die Riesenhalle des Kraftwerks Rhinau-Sundhouse, die man von der Besucherkanzel aus betrachten kann. Doch dank der vielen beleuchteten Schautafeln wird man bestens informiert.

Vom Kraftwerk aus lohnt der einen Kilometer weite Abstecher nach Diebolsheim. Das Dorf ist eine einzige Blüten-, Pflanzen- und Fachwerkspracht, eine echte Entdeckung. Da reiht sich ein Fachwerkhaus ans andere, fast erdrückt von den Blumen und großblättrigen Pflanzen drumherum.

Zurück am Rhein warten die einzigen Straßenkilometer auf uns. Fünf sind es bis Rhinau, malerisch unterbrochen von einer Schleuse des Rhein-Rhône-Kanals, offensichtlich ein Eldorado für Angler. Wer nicht angelt und doch Fisch essen will, dem seien Zander und Hecht im Bords du Rhin in Rhinau empfohlen, Feinschmeckern beiderseits des Flusses ein Begriff.

So gestärkt fahren wir auf die Fähre und zurück auf die deutsche Seite, wo im ehemaligen Zollhäusle ein kleines Naturschutz-Informationszentrum für das Taubergießen eingerichtet ist. Von da geht es auf dem Rheinradweg zurück nach Rheinhausen, je nach Lust und Laune mehr oder weniger nah am Silverstar des Europaparks Rust vorbei. Mit Karten oder Navigationsgerät ausgerüstet, empfiehlt sich jedoch eher der eine oder andere Abstecher in den Taubergießen. Und zum Abschluss ein Vesper in der Baumanntrotte am Ortseingang von Niederhausen.

Weitere Informationen

Pedelecs, bei denen der Zusatzantrieb höhere Geschwindigkeiten als 25 Stundenkilometer ermöglicht, dürfen nur mit Motorradhelm gefahren werden. Ein Fahrradhelm reicht nicht aus, weil bis zu 45 Stundenkilometer schnelle Modelle Kleinkrafträder seien, erklärt der ADAC. Und Mopedfahrer müssten einen Motorradhelm mit ECE-Prüfsiegel aufsetzen, auch wenn ein solcher Kopfschutz bei Radlern über-dimensioniert wirke.

Für den Betrieb schneller Pedelecs sind zudem Versicherungskennzeichen und Mopedführerschein Pflicht. Fahrradwege dürften mit diesen Rädern nicht befahren werden. Wer sich für ein langsameres 25-Stundenkilometer-Pedelec entscheidet, darf Radwege nutzen und benötigt weder Führerschein noch Kennzeichen oder Helm. Verkehrssicherheitsexperten raten dazu, einen Fahrradhelm zu tragen.

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