Krenz: Schweiz wies Zug ab

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 13. Juli 2019

Efringen-Kirchen

Wieder wartet Gefahrgutzug.

EFRINGEN-KIRCHEN (BZ). Am Montag war der DB-Konzernbevollmächtigte für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, am Bahnhof Rheinweiler, wo er sich ein Bild von der Problematik stehender Güter- und Gefahrgutzüge und den Ängsten und Sorgen der betroffenen Bürger machte. Philipp Schmid, Bürgermeister des von dem Problem ebenfalls betroffenen Efringen-Kirchen, war beim Ortstermin dabei. Am Mittwoch berichtete dann Friedrich Lehr, Anwohner in Efringen-Kirchen, zum wiederholten Mal von einem länger stehenden Zug mit Kesselwagen. Seine Beschwerde darüber ging am Donnerstag über den Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger auch an Krenz. Am Freitag hat dieser geantwortet.

Mindestens seit Mittwoch stehe der Zug mit 20 Kesselwagen mit explosivem, leicht brennbarem und umweltgefährlichem Benzin am Gleis 2, beschwerte sich Lehr, und dies bei hochsommerlichen Temperaturen, ohne Lokomotive und unbewacht. Thorsten Krenz’ Antwort: Der Gefahrgut-Ganzzug komme von Großkorbetha in Sachsen-Anhalt und habe als Ziel den Rangierbahnhof in Basel SBB, es sei ein Zug der Firma HSL. Dass die Schweiz den Zug nicht annehmen konnte, habe die HSL der DB Netz erst mitgeteilt, als er bereits hinter Freiburg war. Eine Abstellung an einem anderen Ort sei nicht möglich gewesen. Der DB-Vorschlag, dass der Zug zurückfährt, konnte die Firma HSL nicht gewährleisten, so Krenz. Laut HSL sei der Zug "bestreift worden". Der abgestellte Zug werde am Freitag Richtung Schweiz abgefahren. Die HSL habe die Lok abgezogen, weil sie für eine andere Leistung benötigt wurde. Eine neue Lok werde von Crossrail aus der Schweiz nach Efringen-Kirchen gebracht, so Krenz.