Schwungvolle Eröffnung

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Mi, 13. November 2019

Efringen-Kirchen

Isteiner Drübel wissen: "Am Arsch vorbei isch au kai Ziel".

EFRINGEN-KIRCHEN-ISTEIN (cre). Mit viel schrägen Tönen der Ischteiner Gugge und flotten Sketchen eröffneten die Isteiner Drübel die neue Fasnachtssession. Als Höhepunkt und gleichzeitig Schlussakkord der Veranstaltung in der Isteiner Festhalle verkündete Rebbammert Markus Britsche das recht deftige, aber zum Nachdenken anregende Motto: "Am Arsch vorbei isch au kai Ziel."

In der Weinfass-Bütt nahm er wieder kleine Ereignisse auf die närrische Schippe. So bekam unter anderem der nächtens mit dem Licht des Handys durch die Wohnung Geisternde ebenso sein Fett ab, wie der beschwipste Zecher, der die Nacht gemeinsam mit seinem Hund in dessen Körbchen verbrachte. So ernteten die Betroffenen zusätzlich noch jede Menge schadenfrohes Gelächter.

Nach der Begrüßung durch Oberzunftmeister Johannes Britsche und Einnahme der unvermeidlichen "Mählsubbe" nebst ständig nachgereichter Zwibelewaie ließen sich die zahlreich erschienenen Besucher, unter ihnen die Vertreter der örtlichen Cliquen und als Gast auch eine Abordnung der Binzemer Thonnerknaben, von kurzweiligen Sketchen unterhalten.

Für viel Gelächter sorgten die von Mitgliedern der Drübel aufgeführten Sketche. Eine der Szenen spielte in einer Sauna, in der Bernd Bräunlin als ein Gast auf dem Handy angerufen wird und seiner scheinbaren besseren Hälfte zum Kauf "günstiger" Dinge wie Auto, Pelz und Schmuck zuriet. Die Pointe war die an den anderen Saunabesucher (Julian Bachmann) gerichtete Frage: "Weißt du, wem das Handy gehört?"

Mit Spannung aufgenommen wurde die Schilderung einiger Feuerwehrmänner (Julian Bachmann, Johannes Britsche, Lukas Britsche und Sebastian Britz), die nach einem Großschaden sicht- und hörbar noch ganz unter Schock standen. Den Tränen nahe berichteten sie stockend von einem Unfall, bei dem die Opfer alle kreuz und quer übereinander gelegen hatten. Auf die Frage ihrer Gesprächspartnerin (Franziska Britsche), ob es sich um eine Massenkarambolage gehandelt habe, wurde sie schluchzend aufgeklärt, dass in einer Kurve ein voll beladener Lkw seine gesamte Ladung abgekippt hatte: hunderte Flaschen guten Markgräfler Weines! Sehr kurz war der Auftritt eines Mannes (Sebastian Britz), der vor Gericht in Frauenkleidung erschien. Auf die Frage der Richterin (Larissa Bachmann) erklärte er, dass er aufgefordert worden sei, "in Sachen seiner verstorbenen Frau" vor dem hohen Gericht zu erscheinen. Der Abend klang gesellig aus.