"Der Tod schaut aus den Augen"

Frank Schoch

Von Frank Schoch

Mo, 27. August 2018

Staufen

BZ-Plus 30-JÄHRIGER KRIEG IM SÜDLICHEN BREISGAU (TEIL 2): Staufen wurde von protestantischen und katholischen Truppen geplündert.

STAUFEN. Der 30-jährige Krieg von 1618 bis 1648 kostete rund ein Drittel der Bevölkerung im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation das Leben. Auch die Bevölkerung in Staufen und im Südlichen Breisgau litt massiv unter dem Konflikt. Gerade da sich in der Region drei Hauptparteien des Krieges – das katholisch-kaiserliche Haus Habsburg, das protestantische Schweden und an dessen Seite das katholische Frankreich – eine Zeit lang gegenüberstanden. Das Staufener Wochenblatt berichtete 1891 ausführlich über die Ereignisse in der Fauststadt.

Der 30-jährige Krieg, in dem zu Beginn das konfessionelle Gegenüber von Katholizismus und Protestantismus, später vor allem machtpolitische Ambitionen die Hauptmotivation der beteiligten Akteure bildete, wütete im Laufe der Jahre nahezu im gesamten Gebiet des heutigen Deutschlands und auch darüber hinaus. Der konfessionell durchmischte Südliche Breisgau wurde insbesondere ab 1632 zum Kriegsschauplatz, als die Schweden von Norden, später unterstützt von den Franzosen, in die Region vordrangen und mit den Truppen des Kaisers zuvorderst um Freiburg und den Rheinübergang bei Breisach kämpften.

"Trotz des Fehlens ernster kriegerischer Operationen wurde jedoch auch unser Bezirk während dieser ersten Periode des dreißigjährigen Krieges derart in Mitleidenschaft gezogen, dass schon vor dem ersten Hereinbrechen der Schweden der bisherige Wohlstand völlig verschwunden war." So bewertet der Autor des Staufener Wochenblattes – einem Informationsblatt für den Amtsbezirk Staufen, das zwischen 1875 und 1978 erschien – die ...

BZ-Plus-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ