Ein Fundament fürs Leben gebaut

Christa Maier

Von Christa Maier

Mo, 22. Juli 2019

Löffingen

Der Schulverbund Löffingen entlässt nach bestandenen Prüfungen 78 Schüler / Viele Preis werden vergeben.

LÖFFINGEN. 78 Schüler des Schulverbundes erhielten am Freitag ihre Abschlusszeugnisse. In mehr als der Hälfte standen sehr gute bis gute Leistungen. Den Preis der Stadt Löffingen und des Wirtschaftsverbunds für die beste Gesamtleistung an der Realschule durften Maja Faller und Linda Scherzinger (1,3) entgegennehmen. An der Hauptschule lieferte Hristian Albert das beste Abschlussergebnis ab (2,4), an der Werkrealschule war es Sila Sari (1,7).

"Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen", zitierte Rektorin Silke Keller den österreichischen Komponisten Anton Bruckner. Der Schulabschluss bilde nicht nur ein gutes und stabiles, sondern auch ein flexibles Fundament, um an weiterführenden Schulen, in einer Ausbildung oder im Studium Stockwerk um Stockwerk weiterzubauen. Keller bescheinigte den Schülern Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Durchhaltevermögen, aber auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Freundlichkeit und Toleranz. Sie dankte den Menschen, an deren Seite sich die Schüler sicher fühlten, Vertrauen aufbauen und so ihr eigenes Bauwerk mit dem Fundament beginnen konnten.

Bürgermeister Tobias Link appellierte mit einem Zitat von Immanuel Kant, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, selbstständig zu denken und sich Wissen selbst anzueignen. "Wer nichts weiß, glaubt allen Scheiß", legte er mit einem nachhaltigen Spruch seines Opas nach. Eigenes Denken sei die Grundlage der freiheitlichen Gesellschaft und bedeute auch, auf eigenen Füßen zu stehen. "Auf Euch warten unheimlich spannende Zeiten", wies er auf die sich verändernde Arbeitswelt und die dadurch entstehenden Chancen hin.

Elternbeiratsvorsitzende Susanne Sidi-Yacoub zeigte mit den fünf Kapiteln der Parabel von Portia Nelson auf, dass Misserfolge und Scheitern zum Leben gehören. Die Frage sei jedoch, wie man damit umgehe. Mut, Verantwortungsbewusstsein, Selbstdisziplin und Nachsicht mit sich selbst brauche es, um wieder aufzustehen und daraus zu lernen. Zwischen Liedbeiträgen der Neun- und Zehntklässler und einem Tanz der United Crew der Tanzschule Seidel ließen die Abschlussklassen in einer von Maya Bölle und Lena Mayer gesanglich umrahmten Diashow die vergangenen Jahre Revue passieren. Tosender Applaus war den Absolventen auch bei der Bambiverleihung an die Lehrkräfte sicher.
Preise: Den Preis der Stadt Löffingen und des Wirtschaftsverbunds für die besten Gesamtleistungen überreichten Bürgermeister Tobias Link und der Vorsitzende des Wirtschaftsverbunds, Dieter Köpfler, an die Absolventen der Realschule Maja Faller und Linda Scherzinger, der Hauptschule, Hristian Albert von der Haupt- und Sila Sari von der Werkrealschule. Gleich zwei Preise für das beste Ergebnis in Mathematik und Naturwissenschaften an der Realschule überreichten Tatyana Chudnova und Christina Merz von der Firma WST-Präzisionstechnik an Vanessa Fehrenbach und Linda Scherzinger. Für das beste Ergebnis in Deutsch und Englisch an der Realschule wurde Lena Mayer von Bianca Föhrenbach von der Firma Föhrenbach ausgezeichnet. Zwei Preise der Sparkasse Hochschwarzwald für das beste Ergebnis in Erdkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde überreichte Sibylle Heizmann an Angelina Baader und Linda Scherzinger. Den Preis der Firma Frei Lacke für das beste Ergebnis im Fächerverbund Mensch, Natur, Technik an der Werkrealschule bekam Lina Götz. Den Preis des Schulverbundes für die beste Englischprüfung an der Hauptschule ging an Hristian Albert und an Christos Orfanidis von der Werkrealschule. Tim Waldvogel glänzte mit seiner Projektprüfung an der Hauptschule, in welcher er das Tuning von Zweirädern bis in Detail erklärte. Den Schulsozialpreis erhielten Sarah Klappan, Maya Bölle und Jennifer Rohrer. Den Landespreis der Wahlpflichtfächer an der Werkrealschule wurde Jessica Christmann vor wenigen Tagen im neuen Schloss in Stuttgart bereits von Kultusministerin Susanne Eisenmann überreicht.