Zeitung in der Schule

Ein Jahr USA mit Football und Co.

Klasse 4c, Emil-Gött-Schule

Von Klasse 4c, Emil-Gött-Schule (Freiburg)

Mo, 14. Februar 2022 um 11:10 Uhr

Zisch-Texte

Zisch-Interview mit Frederik Ihwe, der durch ein Austausch-Programm für ein Jahr in Minneapolis in den USA lebt

Der 16-jährige Frederik Ihwe lebt im Rahmen eines Austauschs für ein Jahr in den USA in der Stadt Minneapolis. Von 2011 bis 2015 war er Schüler der Emil-Gött-Schule in Freiburg. In einem Interview per Videotelefonie sprechen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4c seiner ehemaligen Schule mit ihm über sein Leben in den USA und das Heimweh.

Zisch: Wie bist du auf die Idee gekommen, in die USA zu gehen?
Frederik: In unserer Familie ist es Tradition, zum Austausch ein Jahr nach Amerika zu gehen. Das kommt wahrscheinlich daher, weil meine Mutter in den USA geboren wurde. Außerdem haben mich die amerikanische Kultur und der US-Sport schon immer sehr interessiert.

Zisch: War es eine schwere Entscheidung, sich für ein Schuljahr in den USA zu entscheiden?
Frederik: Seit ich sieben Jahre alt war, habe ich darauf hingearbeitet, dieses Schuljahr in Amerika zu absolvieren. Ich habe mir insbesondere im Fach Englisch große Mühe gegeben und weiß heute schon definitiv, dass es eine gute Entscheidung war.

Zisch: War der Abschied sehr schwer für dich?
Frederik: Auf der einen Seite war es nach eineinhalb Jahren Planung einfach nur toll, als es endlich losging. Auf der anderen Seite fiel mir der Abschied von meiner Freundin sehr schwer.

Zisch: Wie lange dauerte der Flug?
Frederik: Der Flug dauerte insgesamt etwa zwölf Stunden. In Chicago musste ich einmal umsteigen.

Zisch: Wie hast du die Zeitumstellung erlebt?
Frederik: Da ich die Nacht vor der Abreise kaum geschlafen hatte, war ich bei der Ankunft in Amerika so übermüdet, dass ich ohne Probleme in den neuen Rhythmus gefunden habe.
Weitere Texte der Zisch-Nachwuchs-Reporterinnen und -Reporter findest du hier.

Zisch: Was hast du in den USA bis jetzt alles erlebt?
Frederik: Ich habe die Stadt Minneapolis erkundet, war im größten Kaufhaus der USA, der Mall of America, und habe drei Monate eine super Football-Saison gespielt.

Zisch: Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis?
Frederik: Ehrlich! Ich hatte nur schöne Erlebnisse: Der erste Schultag und der erste Trainingstag gehören auf jeden Fall dazu. Meine absoluten Höhepunkte waren mein erster Touchdown – ein besonderer Wurf beim American Football – und die erste Tanzshow mit meiner Klasse von der High School.

Zisch: Hattest du schon einmal Heimweh?
Frederik: Heimweh eigentlich nicht. Ich genieße die Zeit hier und sehe es als tolle Erfahrung.

Zisch: Wo wohnst du in den USA?
Frederik: Ich wohne in Minneapolis, der Hauptstadt des Bundesstaates Minnesota. Dieser Staat liegt im Nordosten der USA, an der Grenze zu Kanada.

Zisch: Wie verstehst du dich mit deiner Gastfamilie?
Frederik: Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden. Die Familie ist sehr offen und herzlich, teilt meinen Humor und ist, wie ich, ein bisschen durchgeknallt. Passt.

Zisch: Was fehlt dir besonders?
Frederik: Meine Freundin und das deutsche Essen.

Zisch: Wie ist das Wetter im Vergleich zu Deutschland?
Frederik: Das Wetter ist ähnlich wie in Deutschland, nur die Winter sind wesentlich kälter. Wir haben hier bis zu minus 30 Grad Celsius.

Zisch: Hast du schon die Freiheitsstatue gesehen?
Frederik: Nein, aber im "Spring Break", den Frühlingsferien, werde ich mit meiner Gastfamilie nach New York fliegen und sie sehen.

Zisch: Ist der Unterricht anders als in Deutschland und gibt es auch Nachmittagsunterricht?
Frederik: Es gibt keinen Nachmittagsunterricht, dafür aber sieben Stunden Unterricht am Stück. Außerdem werden jeden Tag die gleichen Fächer unterrichtet.

Zisch: Wie ist die Corona-Lage bei euch? Wie sind die Auflagen?
Frederik: In der Schule tragen wir wie ihr Masken, aber in anderen öffentlichen Bereichen ist es nicht Vorschrift. Die Lage in den Krankenhäusern ist dadurch dramatisch. Ich selbst bin vor ein paar Wochen selbst an Corona erkrankt.

Zisch: Wann kommst du wieder?
Frederik: Das Schuljahr endet hier bereits Anfang Juni. Ich werde dann mit meiner Familie noch einen Monat durch die USA reisen und Anfang Juli endgültig, nach elf Monaten, wieder in Freiburg sein.