Ein neues Haus für die zeitgenössische Kunst

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Von sda

Di, 26. November 2019

Baselland

Die Basisfinanzierung für den Neubau des Kunsthauses Baselland im Kreativ- und Kunstquartier auf dem Dreispitz-Areal steht.

LIESTAL/MUTTENZ (sda/BZ). Die Sockelfinanzierung für den geplanten Neubau des Kunsthauses Baselland auf dem kantonsübergreifenden Dreispitz-Areal in Münchenstein im Grenzgebiet der zwei Basler Kantone ist gesichert. Die für den Kern des Vorhabens notwendigen sieben Millionen Franken stünden zur Verfügung, teilten Vertreterinnen des derzeit in Muttenz ansässigen Kunsthauses am Samstag bei der Eröffnung der Regionale 20 mit. Nach mehr als fünf Jahren Vorarbeit werde damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Projektes aufgeschlagen. Als nächster Schritt sei die Baueingabe geplant.

Zu den wichtigsten Partnern des Projektes zählen der Kanton Baselland mit einer Zusage von 2,5 Millionen Franken. Der Kunsthaus-Neubau in dem entstehende Kultur- und Kreativquartier auf dem Dreispitzareal, wo unter anderem auch das Haus für elektronische Künste und die Hochschule für Gestaltung der Fachhochschule Nordwestschweiz ansässig sind, zählt denn auch zu den wichtigsten kulturpolitischen Projekten des Kantons. Die Gesamtkosten des Neubaus veranschlagt das Kunsthaus mit rund 9,5 Millionen Franken. Basis ist das Studienprojekt des Basler Büros Buchner Bründler Architekten; diese hatten den 2015 von der Stiftung Kunsthaus Baselland und der Christoph Merian Stiftung als Grundeigentümerin durchgeführten Wettbewerb gewonnen. Das Neubau-Projekt auf dem Gelände der heutigen Dreispitzhalle an der Helsinki-Straße behält die Struktur einer alten Lagerhalle weitgehend bei und erhält drei schlanke Lichttürme. Die aktuelle Finanzierung ermögliche den Bau in einer "Minimalausstattung", betonte die Präsidentin des Kunstvereins Baselland laut der Mitteilung.

Derzeit befindet sich das Kunsthaus an der Birs in Muttenz neben dem St. Jakob-Stadion. Die Ausstellungsfläche beträgt rund 1400 Quadratmeter, wobei rund 400 Quadratmeter nicht beheizbar seien. Der Neubau soll ebenfalls rund 1400 Quadratmeter Ausstellungsfläche aufweisen, die aber jederzeit komplett bespielbar sind.

Das Kunsthaus Baselland besteht seit 1998; es fördert und vermittelt vor allem zeitgenössische Kunst aus der Region, und zwar im Dialog mit nationalen und internationalen Kunstschaffenden. Kooperationen und Vernetzungen mit anderen Institutionen würden immer wichtiger, um Synergien auszuschöpfen. Insofern ruhen auf dem neuen Standort besondere Hoffnungen. Das Kunsthaus habe sich bereits in Muttenz gut entwickelt. Sie aber sei überzeugt davon, dass in der Einrichtung noch ein "großes Potenzial" schlummere, das sich im Dreispitz-Areal richtig entfalten werde, sagte die Baselbieter Regierungsrätin Monica Gschwind laut Mitteilung in ihrem Grußwort. Kunsthaus-Leiterin Ines Goldbach bekräftigt das: Das pulsierende, kreative Umfeld sei der richtige Ort für eine auf die Zukunft gerichtete Institution wie das Kunsthaus.