Einzelhandel in Zell auf dem Prüfstand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 26. Juni 2019

Zell im Wiesental

Projekt zur Innenstadtentwicklung startet diese Woche mit der Befragung aller Einzelhandelsbetriebe.

ZELL (BZ). Die Zeller Innenstadt soll attraktiver und belebter werden – dies hat sich die Stadtverwaltung in diesem Jahr auf die Fahne geschrieben. Im März hatte sich der Gemeinderat für ein Beratungsbüro aus Aalen entschieden, das das Projekt begleiten und der Stadtverwaltung zur Seite stehen wird. Diese Woche startet nun die Bestandsaufnahme mit mündlichen Kurzbefragungen aller Einzelhandelsbetriebe in Zell.

Wie ist die Einzelhandelssituation in Zell zu bewerten? In welchen Angebotsbereichen bestehen noch Entwicklungs- und Ansiedlungspotenziale? Was für Möglichkeiten gibt es für bestehende Leerstände und Potenzialflächen in Zell? Dies sind nur einige der Fragen, die mit der "Offensive Innenstadt" beantwortet werden sollen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Zell. Im Rahmen des Projektes erfolgt diese Woche eine Bestandsaufnahme mit mündlichen Kurzbefragungen aller Einzelhandelsbetriebe in der Stadt. Zusätzlich folgt ab Juli eine Online-Befragung aller Betriebe vor Ort. Umgesetzt wird das Projekt von der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Firma Imakomm aus Aalen.

"Kein Gutachten, sondern ein belastbares Konzept mit konkreten Maßnahmen, wie wir die Rahmenbedingungen an unserem Einzelhandelsstandort zukunftsfähig machen können, das ist das Ziel", erläutert Bürgermeister Peter Palme. Neben der Berechnung von Entwicklungspotenzialen sollen auch Optionen für bestimmte Standortlagen erarbeitet werden. Dabei sollen gegebenenfalls auch Vermarktungsmaßnahmen für die Zukunft zur Sprache kommen?

Doch nicht überall mache Einzelhandel künftig Sinn, so Bürgermeister Palme. Daher soll ein sogenanntes "funktionsräumliches Entwicklungskonzept" auch Alternativen zu einer Einzelhandelsentwicklung – beispielsweise aus den Bereichen Gastronomie und Dienstleistungen – aufzeigen.

Eine wichtige Basis für das Konzept sei die Einbindung der bestehenden Einzelhandelsbetriebe im gesamten Stadtgebiet. Daher starten nun die mündlichen Kurzbefragungen aller Händler in Zell. Zentrale Inhalte der wenigen Fragen sind Angaben zur Verkaufsfläche, zur Kundenherkunft, aber auch etwaige geplante Veränderungen am Standort. Die Kurzinterviews dauern maximal drei bis fünf Minuten, versichert das Rathaus. Mitarbeiter der Firma Imakomm suchen hierfür die Ladengeschäfte der Betriebe auf.

Weiterhin wird im Projektverlauf eine Online-Befragung aller Betriebe durchgeführt, um auch auf diesem Weg die Möglichkeit zu geben, genauer Stellung zu nehmen und Verbesserungswünsche und Anregungen detailliert aufzulisten. "Selbstverständlich behandeln wir die Angaben der einzelnen Betriebe absolut vertraulich. Im Konzept werden nur statistisch aggregierte Daten verwendet. Außer der Firma Imakomm erhält niemand Einblick in Einzelangaben", erläutert Projektleiter Matthias Prüller von Imakomm.

In einer Sondersitzung im März hatte der Gemeinderat zwischen zwei Bewerbern zu entscheiden, die ihre Konzepte für das Projekt vorstellten. Die Wahl fiel auf die Firma Imakomm aus Aalen, die bislang über 300 Kommunen auch bei der Einzelhandelsentwicklung begleitet hat. Auf Seiten der Stadtverwaltung Zell wird das Konzept betreut von Hauptamtsleiter Karlheinz Keller.

Info: Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich im Rathaus bei Karlheinz Keller melden unter Tel. 07625/133110 oder per E-Mail an:
keller@stadt-zell.de