Desaster im maroden Stollen

Wohin mit dem hochgiftiger Sondermüll aus Wittelsheim?

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Do, 07. Oktober 2010 um 11:23 Uhr

Elsass

Wohin mit dem gefährlichen Sondermüll aus der elsässischen Untertagedeponie Stocamine? In der elsässischen Kalimine kann der giftige Stoff nicht bleiben – der Stollen wird in 100 bis 150 Jahren überschwemmt werden und das Grundwasser verseuchen. Die Bergung des Mülls wird aber auch nicht einfach werden.

Am 10. September 2002 entzündeten sich in Frankreichs einzigem Endlager für hochgiftigen Sondermüll 1500 Tonnen. Hundert Bergleute mussten ohne angemessenen Schutz das Feuer löschen. Einige leiden bis heute unter Hautausschlägen. Zwei Monate brannten die quecksilber-, asbest- und zyanidhaltigen Abfälle aus Kliniken und Chemiefabriken.

"Die Zeit drängt. Für das Bergwerk und seine Angestellten bedeuten die versäumten Jahre seit dem Brand eine Ewigkeit", sagt Jean-Pierre Hecht, Gewerkschafter und einer der 17 Angestellten von Stocamine, die auf eine Lösung warten.

Ärger von Anfang an
In diesem Sommer gerieten die Dinge in Bewegung. Dass im Juni ein interner Bericht der elsässischen Umweltbehörde publik wurde, der vor einer Verseuchung des Grundwassers warnte, dürfte auch die ...

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