Basketball

Endstation Viertelfinale – die Frauen des USC Freiburg scheitern nach einem 59:69 gegen Herne

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 03. April 2021 um 22:02 Uhr

USC Eisvögel

Für die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg ist die Saison 2020/21 seit Samstagabend beendet. Mit 59:69 verlieren sie das zweite Playoff-Viertelfinale gegen Herne und scheiden damit aus.

Wie bereits vor einer Woche bei der 56:68-Niederlage in Westfalen war es das zweite Viertel, in dem sich die jüngste Mannschaft der Liga den entscheidenden Rückstand einhandelte. Mit 12:22 unterlagen die Eisvögel in den zweiten zehn Spielminuten. Die anderen Viertel verliefen dagegen ziemlich oder ganz ausgeglichen (10:10, 19:18, 18:19). Es muss aber auch festgestellt werden, dass der Tabellensiebte nach der Hauptrunde (Freiburg) dem Tabellenzweiten im Endeffekt nicht gewachsen war. Als der amtierende Meister, in dessen Kader fast nur Profispielerinnen stehen, Ernst machte, war er zu stark für die Breisgauerinnen. "Zwischen Keltern und Herne entscheidet sich vermutlich die Meisterschaft", hatte Eisvögel-Co-Trainerin Hanna Ballhaus schon vor den Playoffs vermutet.

Für die Freiburgerinnen wären die Chancen auf das Erreichen des Halbfinals vermutlich größer gewesen, wenn sie nach der Hauptrunde auf dem sechsten statt auf dem siebten Tabellenrang gestanden hätten. Platz sechs nahmen sie lange Zeit ein, wurden aber zum Ende der Hauptrunde noch von den stark aufkommenden Marburgerinnen überholt. Sechster wurde nach 22 Spieltagen dann die Mannschaft aus Osnabrück. Sie setzte sich am im Playoff-Viertelfinale mit 2:0 Siegen gegen Serienmeister Wasserburg durch. Der hatte zum Schluss der Saison ausgesprochenes Verletzungspech und trat zum Beispiel im Pokal-Turnier Top Four zum Spiel um Rang drei gar nicht mehr ant wegen vieler angeschlagener Spielerinnen.

Im letzten Heimspiel in der corona-bedingt erneut leeren Sepp-Glaser-Sporthalle wehrten sich die USC-Spielerinnen am Karsamstagabend gegen den Herner TC 15 Minuten tapfer, doch dann begann mit einem Dreier zum 19:17 die große Show der Laura Zolper. Die 20-jährige Deutsche, die im Schnitt neun Punkte für ihr Team pro Spiel beisteuert, kam am Ende auf 27 Zähler. Der Herner TC, der das deutlich tiefer besetzte und variablere Team besitzt, passte den Ball immer wieder schnell und präzise zu einer freistehenden Spielerin, wenn der USC mit einer Zonenverteidigung agierte.Wenn es nötig war, kamen vor allem Zolper, Kristina Topuzovic und AeRianna Harris zum Wurf – oft erfolgreich. Und da Herne auch beim Rebound, eigentlich einer Spezialität des USC Freiburg, überlegen war, ließ das Team nichts mehr anbrennen. Näher als acht Zähler(26:34) kamen die Eisvögel nicht mehr heran.

Erfolgreichste Werferinnen der Gastgeberinnen, deren Saison nun zu Ende ist, waren Daneesha Provo (19 Punkte/2 Dreier), Cassidy Boensch (13), Dominique Toussaint (10) und Pauline Mayer (8).