"Es braucht global mehr Wald"

Michael Baas

Von Michael Baas

Mi, 15. September 2021

Lörrach

Sieben Dinge, die die Politik jetzt angehen muss.

» Der demografische Wandel ist eine der großen Fragen, um die sich die Regierenden bräsig gedrückt haben. Die Alterung der Gesellschaft führt aber dazu, dass sich das Verhältnis von Arbeitenden einer- sowie Rentnern und Pensionären andererseits dramatisch verschiebt.

Die Bürokratie und die innere Verwaltung produzieren durch schlecht oder gar nicht abgestimmte Prozesse nach wie vor viel zu viele Reibungsverluste und das erzeugt auch für die Bürger und Bürgerinnen einen unnötig hohen Aufwand.

» Das Bildungssystem muss besser werden. In Sachen Bildung sind wir längst nicht mehr Spitze. Dabei ist Bildung im Grunde unser einziger Rohstoff. Im Regierungspräsidium Freiburg gibt es mehr Schulen als im Bundesland Schleswig-Holstein aber vor allem gelten überall andere Standards. Diese Zersplitterung können wir uns nicht mehr leisten.

» Die Überregulierung in vielen Bereichen. Seien es Flächennutzungs-, seien es Bebauungspläne, sei es die Rheintalbahn, sei es die A98: Diese Verfahren dauern zu lange. Das sind Trauerspiele.

» Die Förderitis der Politik, die Programme macht, um Geld in den Wahlkreisen zu verteilen. Das ist nett. Aber wir haben zu viel davon.


» Die Beipackzettel-Philosophie oder anders gesagt die geringe Risikobereitschaft von Politik und Gesellschaft, die fast hysterisch in einer 100-Prozent-Mentalität versuchen, alle Eventualitäten auszuschalten.

» Der Klimawandel wird immer sichtbarer, auch im Wald. Die Trockenheitskrise der vergangenen Jahre wirkt trotzt des vielen Regens dieses Jahr nach. Diese Beschädigung des Waldes als CO2-Senke ist dramatisch.