72-Stunden-Aktion

Mehr als 360 Jugendliche haben im Dekanat Lahr mitgemacht

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Di, 28. Mai 2019 um 11:04 Uhr

Lahr

Die Organisatoren der 72-Stunden-Aktion im Dekanat Lahr sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Davon seien sie selbst überrascht gewesen, so die Projektleiter.

Mehr als 360 Jugendliche waren drei Tage lang im Einsatz, um bei elf Projekten des Dekanats Lahr die Welt ein bisschen besser zu machen: "Wir wurden von der Resonanz selbst überrascht", sagten am Sonntag die Projektleiter von der 72-Stunden-Aktion bei einem Pressegespräch im Dekanatsbüro.

Nicht nur, dass alle elf Projekte im Dekanat zwischen Oberschopfheim, Lahr und Kappel-Grafenhausen fertig gestellt wurden. "Die Jugendlichen haben sich selbst übertroffen", urteilte Jugendreferentin Ursula Kunner über das Sozialprojekt, an dem in den einzelnen Gruppen mehr als 360 Jugendlichen teilgenommen hatten. "Es sind immer noch mehr hinzugekommen", sagte auch Kai Möschle. Er war ehrenamtlicher Koordinator des Sozialprojekts, bei dem es darum ging, gemeinsam etwas Bleibendes auf die Beine zu stellen. Ähnlich urteilte auch Fabio Krämer vom Projektteam, das drei Tage lang die Jugendlichen betreute.

Vom Insektenhotel bis zur Fahrradwerkstatt

Von Oberschopfheim über Lahr bis Kappel-Grafenhausen waren die Aktivitäten der 72-Stunden-Aktion des Dekanats Lahr verteilt. "Die Vielfalt ist beeindruckend", so das Leitungsteam, das von den erfolgreichen Projekten berichtete.

Sie reichten vom Insektenhotel in Heiligenzell über einen Beachvolleyballplatz in Dörlinbach bis zu Matschküchen und Hochbeeten der christlichen Pfadfinder in Ettenheim. Ideengeber und Praktiker, die sich an drei Tagen viel Unterstützung von Handwerkern, Baumärkten und erwachsenen Helfern besorgten, waren auch in Wallburg unterwegs, wo die Ministranten neben Matschküchen auch ein Palettenhaus bauten. Jugendliche der Heimschule St. Landolin richteten Outdoorbänke her und richteten ein Kita-Fest aus, während die Minis der Seelsorgeeinheit Rust an der Umgestaltung der Bahnhofunterführung in Ringsheim arbeiteten.

Über einen vollen Erfolg berichtete am Freitag auch die Young-Caritas nach dem Gottesdienst in der Kirche Sancta Maria. Auf dem Kirchenvorplatz war es gelungen, sämtliche Fahrräder, die in drei Tagen in der Fahrradwerkstatt "Pimpmybike" repariert wurden, an den Mann und die Frau zu bringen. Von den 18 Fahrrädern gingen zwei als Dienstfahrzeuge (sogar mit Anhängern) an die Caritas, die anderen wurden gewinnbringend verlost.

"410,77 Euro kamen für die Fahrradwerkstatt zusammen", sagte eine zufriedene Projektleiterin Lilli Wenzel-Teuber. "Wir können nur allen Unterstützern danken", so Kunner, Möschle und Krämer unisono im Pfarrbüro. "Es lief unfassbar gut für die Jugendlichen", so ihre Bilanz. Mehr noch: Sie waren der Überzeugung, dass die Teilnehmer für sich eine ganze Menge mitnehmen konnten: Viele Erfahrungen konnten über die drei Tage gesammelt werden, so die Leiter, die den Jugendlichen bescheinigten, eine Menge im Organisieren gelernt zu haben. "Das hat die Gruppen zusammengeschweißt", sagten die Projektleiter.

Ein dickes Lob kam von Ursula Kunner vom Dekanatsbüro für die Jugendlichen, die die Welt ein Stück besser gemacht haben: "Die Solidarität hat Strahlkraft gezeigt", sagte Kunner.