Kostenexplosion bei Klinikneubauten

Metz: Es bleibt beim OP-Neubau in Ettenheim

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Fr, 12. Juli 2019 um 17:35 Uhr

Ettenheim

Kosten für die Klinikneubauten in Offenburg und Kehl explodieren. Auf die Investitionen am Standort Ettenheim hat das laut Bürgermeister Bruno Metz keine Auswirkungen.

Die Kosten für die Klinikneubauten Offenburg und Achern sowie den Teilneubau in Lahr werden deutlich teurer. Vor einem Jahr, als die Agenda 2030 im Kreistag verabschiedet wurde, war noch von 504 Millionen Euro die Rede, jetzt sprechen Landrat und Geschäftsführung von 720 Millionen Euro, in nichtöffentlicher Sitzung soll sogar von einer Milliarde Euro die Rede gewesen sein. Hat das Auswirkungen auf die Investitionen am Ettenheimer Klinikum?

Bürgermeister Bruno Metz, der Mitglied des Krankenhausausschusses ist und in der Sitzung war, sagt nein. "Es gilt das Modell Landrat. Das heißt, die drei Millionen für den Bau eines neuen OP-Bereichs werden fließen. Derzeit laufen auch schon die Planungen. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass im nächsten gebaut wird", erklärte der Bürgermeister auf Anfrage der BZ.

Für den OP-Neubau Platz müssen bekanntlich in der Station im Erdgeschoss 17 Betten stillgelegt werden. Drei Überwachungsbetten aus dem Erdgeschoss sollen in die Station E 2 integriert werden. Das Modell Landrat sieht vor, dass das Ettenheimer Klinikum bis 2025 und mit einem neuen OP-Bereich den Nachweis erbringen kann, dass es unter wirtschaftlichen Aspekten rentabel arbeitet. Kann dieser Nachweis erbracht werden, dann greift die Agenda 2030 nicht, die eine Schließung des Klinikums vorsieht.