Sportwetten: Der leicht verdiente Euro lockt

Georg Gulde, Arne Bensiek, Bernhard Bartsch, Uwe Rogowski

Von Georg Gulde, Arne Bensiek, Bernhard Bartsch & Uwe Rogowski

Do, 03. Dezember 2009

Fussball

Es gibt im Sport praktisch nichts, worauf man nicht wetten kann – und vor allem in Asien werden in Wettbüros Milliarden umgesetzt

Die Bedingungen für ein gutes Fußballspiel sind bestens an diesem 18. Oktober. Der Platz ist gut, das Wetter passt, 350 Zuschauer sind ins Mösle-Stadion gekommen, um die Partie zwischen der Regionalligamannschaft des SC Freiburg und dem Team des ehemaligen Bundesligisten SSV Ulm zu verfolgen. Freiburg liegt 0:1 zurück, ein glückliches Freistoßtor für die Ulmer. Sie haben die Chancen für das zweite Tor, nutzen sie aber nicht. "Die Ulmer sind stark", meint der wenige Tage später verstorbene SC-Präsident Achim Stocker zur Pause. In der zweiten Hälfte dreht Freiburg das Spiel. Es ist eine von beiden Seiten intensiv geführte Begegnung. Nach wiederholtem Foulspiel schickt Schiedsrichter Schalk die Ulmer Akteure Andreas Mayer und Davor Kraljevic vorzeitig vom Spielfeld. Am Ende steht auf der elektronischen Anzeigentafel ein 3:1 für Freiburg.

Niemandem im Stadion sind Besonderheiten aufgefallen, nichts, was einen merkwürdigen Eindruck hinterlassen hätte. Ulm hat sich nicht willenlos ergeben, die beiden Platzverweise waren angemessen. Oder waren sie provoziert? Keine absichtlich vergebenen Torchancen, kein lässiges Abwehrverhalten. Ein Spiel wie Hundert andere, die an diesem Oktobersonntag ausgetragen wurden. "Alles ganz normal", pflichtet Marcus Sorg, der Trainer der Freiburger, bei. Das sagt er im Rückblick, damals hätte er sich nicht anders geäußert. Damals hätte er vielleicht noch etwas hinzugefügt, heute hält er sich zurück. Noch sei schließlich nichts bewiesen.

Aber es könnte sein, dass das Ergebnis manipuliert wurde. Besagter Davor Kraljevic soll, so ein Verdacht, Geld dafür bekommen haben, dass das ...

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