Kalte Dusche in Lüttich

dpa

Von dpa

Fr, 08. November 2019

Fussball International

Frankfurt bangt ums Weiterkommen in der Europa League / Basel erreicht das Sechzehntelfinale.

LÜTTICH/BASEL (dpa/BZ). Eintracht Frankfurt muss nach einem Gegentor in letzter Minute um das Weiterkommen in der Europa League zittern. Das Team von Trainer Adi Hütter verlor am Donnerstagabend mit 1:2 (0:0) bei Rivale Standard Lüttich und verspielte damit auch im direkten Vergleich den Bonus eines 2:1-Heimsieges vor zwei Wochen. Damit wächst der Druck auf die Hessen schon für das bevorstehende Gastspiel bei Gruppenfavorit FC Arsenal in drei Wochen. Mit einem Sieg hätte die Eintracht schon sicher ins Sechzehntelfinale einziehen können.

Auf die furiose 5:1-Gala gegen den FC Bayern folgte ohne die ausgeschlossenen eigenen Fans eine ernüchternde Performance der Eintracht, für die ein Tor von Filip Kostic (65. Minute) diesmal nicht ausreichte. Zinho Vanheusden (56.) und Maxime Lestienne (90.+4) entschieden vor 18 526 Zuschauern die Partie für die spielerisch ebenfalls schwachen Gastgeber aus Belgien. Von der Entschlossenheit und der Kombinationslust aus dem Bayern-Spiel war bei der Eintracht in Lüttich nicht viel zu sehen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe das Spiel an Fahrt aufnahm. Dabei vergab die Eintracht die große Chance zur Führung. Djibril Sow traf zunächst den Ball nicht sauber, bediente dann aber mit einer Flanke André Silva, der an den Pfosten köpfte (34.). Der genesene André Silva war wie Routinier Makoto Hasebe ins Team gekommen und sollte im Sturm für frische Impulse sorgen.
Die zunehmende Frankfurter Passivität sollte im zweiten Durchgang bestraft werden. Nach Ecke von Amallah verlängerte Emond auf den zweiten Pfosten, wo Vanheusden aus kurzer Entfernung einköpfte.

Aber Frankfurt hatte ja noch Kostic. Der schon zuletzt in bestechender Form spielende Serbe setzte einen Freistoß ins Tor und markierte bereits sein sechstes Pflichtspiel-Tor in der laufenden Saison. Kurz darauf hatten die Gastgeber Glück, dass Gojko Cimirot nach einer Notbremse nicht Rot sah. Den anschließenden Freistoß setzte Kostic über das Tor (71.). Der K.o. für die Eintracht folgte in der Nachspielzeit durch Lestienne.

Der FC Basel hingegen darf sich über den Einzug ins Sechzehntelfinale freuen. Mit 2:1 (1:1) gewann der FCB daheim vor 26.300 Zuschauern gegen den FC Getafe mit. Arthur Cabral (8. Minute) und Fabian Frei (60.) sicherten mit ihren Treffern den verdienten Erfolg. Die Basler führen die Gruppe C nun mit vier Punkten Vorsprung an.