Fußball-Kreisliga A

Abstiegszone rückt für die Spvgg. Brennet-Öflingen näher

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 14. Oktober 2019 um 17:26 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Oft liegen Anspruch und Wirklichkeit im Fußball weit auseinander. Für den Bezirksligaabsteiger Brennet-Öflingen trifft das nach Meinung vieler Beobachter zu, nicht aber für Urs Keser, den Trainer des Kreis-A-Ligisten.

Als Topfavorit im Aufstiegsrennen wurde neben der SG Mettingen/Krenkingen in der Saisonvorschau von vielen Trainern der Kreisliga A Ost auch die Spvgg. Brennet-Öflingen genannt. Derzeit scheinen die Chancen der Blau-Weißen aber verschwindend gering, an der Spitze noch ein Wörtchen mitreden zu können. Nur noch zwei Punkte trennen die Sportvereinigung aktuell von der Abstiegszone.

Trainer Keser weiß, dass beim Tabellenletzten FC Grießen ein Sechs-Punkte-Spiel ansteht. "Ich habe vor der Saison ganz klar gesagt, dass wir uns nach dem Abstieg in einem Umbruch befinden, der sicherlich über die Vorbereitung hinaus andauern wird", so Keser, dem bewusst ist, "dass wir jetzt schnell aus dieser Findungsphase herauskommen müssen".

Drei Punkte hatte sich Keser gegen den FC Geißlingen ausgerechnet – auch um etwas entspannter nach Grießen fahren zu können. Dass am Ende eine 1:2-Niederlage heraussprang, sei "bitter, da ein Remis auch verdient gewesen wäre". Der Geißlinger Coach Andreas Bauhuber sah seine Mannschaft im ersten Durchgang "klar überlegen". Nach der Führung habe sie "das Spiel kontrolliert, aber mit dem einzigen Torschuss des Gegners auch den Ausgleich kassiert". Vor allem die Gegenstöße des FCG konnten sich laut Bauhuber sehen lassen: "Wir haben uns mehrere gute Kontermöglichkeiten erspielt und auch den Siegtreffer nach gutem Umschaltspiel erzwungen."
"Die Tabelle lügt nicht." Brennet-Coach Urs Keser
Den 2:1-Endstand erzielte der Gast per Elfmeter. Einen Abschlag des Geißlinger Torhüters brachte Brennet nicht unter Kontrolle, dafür aber den durchgebrochenen Angreifer zu Fall. "Da haben wir einfach geschlafen", so Keser. Als glücklichen Sieg möchte Bauhuber den Auftritt nicht verstanden wissen: "Wir haben nirgendwo glücklich gewonnen, konnten bislang immer gute Leistungen abrufen – trotz vieler Verletzter. Wir stehen verdient da, wo wir sind", sagt der Trainer des Tabellenzweiten. Diese Tabellenregion ist für Keser und sein Team in weite Ferne gerückt, dennoch zeigt sich der Brennet-Coach kämpferisch: "In den nächsten Tagen kommen unsere Verletzten zurück. Dann sind wir komplett und werden wieder angreifen." Man habe mit Geißlingen mithalten können, doch "wir schlagen uns momentan unter Wert. Aber die Tabelle lügt nicht: Wir haben nur neun Punkte und rufen wir in Grießen nicht unsere Bestleistung ab, kann das Spiel ganz böse für uns laufen. Wir müssen gewinnen."

Laufenburger Reserve beim Primus ohne Chance

Ihre vierte Niederlage in Folge musste die Reserve des SV 08 Laufenburg in Mettingen einstecken. Beim 0:5 hatten die Gäste nach Meinung beider Trainer "keine Chance". Für Fabio Cocuzza, den Trainer der Laufenburger, ist die Personalsituation ein Mitgrund dafür, dass sich das Team in einer Negativspirale befindet: "Wir haben momentan sieben verletzte Stammspieler und können die Ausfälle leider nicht kompensieren. Die Jungs, die da sind, sind jetzt gefordert, das Ruder herumzureißen." Beim Primus SG Mettingen/Krenkingen herrscht dagegen Vorfreude auf das nächste Spiel: "Horheim-Schwerzen ist ein launisches Team, das – genau wie wir – Fußball spielen möchte. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber wir freuen uns auf ein gutes Fußballspiel", sagt Trainer Georg Isele.