Kreisliga A, Ost

C.S.I. Laufenburg gewinnt Derby beim SV BW Murg

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 23. September 2019 um 18:32 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Im Nachgang scheint es so, als hätten die Fußballtrainer beider Vereine unterschiedliche Partien gesehen. Einigkeit herrscht hingegen nach dem Gastspiel der Spvgg. Brennet-Öflingen beim SV Nöggenschwiel.

"Es tut mir für meinen Ex-Verein leid", so begann C.S.I.-Trainer Salvatore Spano seine Spielanalyse. "Aber Murg hatte heute von der ersten Minute an keine Chance gegen uns. Meine Jungs waren voll da und haben klar gemacht, wer das Spiel gewinnt", resümierte der 38-jährige Italiener den 2:0-Erfolg. Auf der anderen Seite, bei den geschlagenen Murgern, bewertete man das Spielgeschehen anders: "Von den Chancen her war es eine ausgeglichene Partie, in der C.S.I. zur richtigen Zeit die Tore gemacht hat", so BW-Coach Sven Oertel. Seine Mannschaft, die momentan akute personelle Probleme plagen "pfeift aus dem letzten Loch", sagte Oertel, bei dem am Sonntag nur zwei Ergänzungsspieler aus dem Kader der Ersten auf der Bank Platz nahmen. Dennoch konnte er seiner Truppe "die Einstellung nicht absprechen. Wir haben zwar einen Elfmeter verschossen, aber es war jetzt nicht das Chancenplus der vergangenen Spiele, bei dem ich sagen könnte, dass wir vier Tore schießen müssen", so Oertel, der seine Mannen für ihren Auftritt lobte: "Die Jungs haben alles gegeben."

Zuversicht, dass sich die personelle Situation vor dem Spiel am Sonntag beim SV Rheintal entspannt, hat Oertel weniger: "Momentan kommen drei Spieler neu dazu und zwei andere gehen wieder. Das wird auch in den nächsten 14 Tagen noch so andauern. In Rheintal wird es ein komplett anderes Spiel, in dem wir aber unbedingt punkten wollen." Spano, dessen Elf auf dem sechsten Platz rangiert, möchte den Schwung aus dem Derbysieg mitnehmen: "Ich muss weiter mit dem Team arbeiten. Wir dürfen nicht locker lassen." Bleibe C.S.I. vom Verletzungspech verschont, sei man stark genug, "um alle Mannschaften außer der SG Mettingen/Krenkingen zu schlagen", auch den nächsten Gegner Spvgg. Wutöschingen. "Sie sind nicht so gut gestartet, aber sie werden ihre Phasen haben, in denen sie auch Spiele gewinnen – hoffentlich nicht gegen uns", sagte Spano schmunzelnd.

Grund zum Lachen hatte sein Landsmann Giuseppe Pavano, Trainer beim SV Nöggenschwiel. nach der 2:3-Heimpleite gegen die Spvgg. Brennet-Öflingen weniger. Die erste Saisonniederlage seiner Elf sei eine "unverdiente" gewesen, an der man aber selbst schuld sei.

SV Nöggenschwiel betreibt Chancenwucher

Denn "wir haben Brennet immer wieder ins Spiel gebracht und müssen uns ankreiden, dass wir zu viele gute Torchancen liegen haben lassen", so Pavano, den vor allem die Phase nach dem 2:1 ärgert, in der es den Gastgebern nicht gelang "mehrere hundertprozentige Torchancen" sowie einen Elfmeter im Tor unterzubringen. Auch Gäste-Coach Urs Keser sah einen "äußerst glücklichen Sieg" seines Teams, das laut Keser auch vom Chancenwucher des SVN profitierte. Einem Weitschuss von Pascal Degelmann aus 30 Metern, der zum 2:2 in die Maschen flog und den Keser als "Riesengeschoss" bezeichnete, folgte der Siegtreffer durch Silvio Fratamico, der es laut Keser "dann auch mal probieren wollte".

Für Pavano "zwei äußerst bittere Gegentore". Dennoch nimmt der 57-Jährige das Positive aus dem Spiel mit: "Wir haben 75 Minuten lang gegen eine starke Mannschaft gut gespielt und müssen aus diesem Spiel jetzt unsere Lehren ziehen. Die Niederlage war unnötig, aber schon am Sonntag geht es in Weizen weiter." Weizen, so heißt auch der nächste Gegner von Brennet-Öflingen. Zu diesem Duell kommt es indes erst in zwei Wochen, das spielfreie Wochenende wird die Sportvereinigung zur Regeneration nutzen, um "in zwei Wochen einen Neustart zu vollziehen und neu anzugreifen", so Keser.

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