VOR DEM ANPFIFF

ak/scj

Von Andreas Klein & Jürg Schmidt

Fr, 06. September 2019

Oberliga BaWü

OBERLIGA BA-WÜ

SV Oberachern – Freiburger FC
Erstmals seit der Spielzeit 2015/16 trifft der Freiburger FC wieder auf den SVO und auf eine Mannschaft, vor der Cheftrainer Ralf Eckert größten Respekt hat: "Von ihrer individuellen Klasse, gerade in der Offensive, ist sie beeindruckend." Sein Team sieht er "vor einer Riesenherausforderung". Doch auch in dieser Begegnung gelte es, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.

VERBANDSLIGA SÜDBADEN
FC Denzlingen – FC Waldkirch
Der Trainerwechsel von Dino Saggiomo zu Frank Lengner hat den Denzlingern offensichtlich gutgetan. Zwei klare Siege in der Liga und ein nach einem 0:3-Rückstand nicht selbstverständliches Weiterkommen im Pokal scheinen dies zu bestätigen. "Gefestigt und selbstbewusst" sieht FCD-Vorstand Michael Kuwert die Mannschaft und wünscht sich gegen Waldkirch einen Sieg. Rechtzeitig vor dem Derby ist den Waldkirchern mit dem 3:1-Sieg gegen Pfullendorf die Werbung dafür bestens gelungen. "Komplett überzeugt" habe seine Mannschaft, sagt FCW-Trainer Jan Ernst, und könne nun optimistisch nach Denzlingen fahren.
Kehler FV – FC Teningen
In der Verbandsliga weht ein anderer Wind. Das haben die Teninger in den ersten drei Spielen zu spüren gekriegt, obwohl sie sich bislang mit Bravour geschlagen haben. Im Kehler FV hat der FCT einen harten Brocken vor der Brust. Dennoch hofft der Teninger Vorsitzende Thomas Hodel, dass seine Mannschaft morgen "mindestens einen Punkt" aus dem Rheinstadion entführen kann.
SV Bühlertal – SV Endingen
Die Tordifferenz der Endinger nach drei absolvierten Spielen (5:2) lässt nach einem 5:0-Sieg und zwei 0:1-Niederlagen für ihren Trainer Benni Pfahler nur einen Schluss zu: "Defensiv stehen wir offenbar stabiler, während wir offensiv noch keinen großen Schritt nach vorne gemacht haben." In Bühlertal, auf dem Mittelberg, so erinnert er sich, herrsche oftmals eine hitzige Stimmung. "Da wollen wir auf jeden Fall bestehen und uns auch mit Punkten belohnen."

DJK Donaueschingen – FC Auggen
Sieben Mannschaften in der Liga sind nach drei Spielen noch ohne Niederlage. Dazu zählt auch der FC Auggen, der die neue Spielzeit da weitergemacht hat, wo er als Tabellenvierter der Vorsaison aufgehört hat. Beim Liganeuling von der Baar stehen die Markgräfler vor einer interessanten Aufgabe. Auf dem engen Platz im Donaueschinger Ortsteil Allmendshofen gilt die DJK als heimstark, hat in der Aufstiegssaison nur zwei Partien verloren.

LANDESLIGA, STAFFEL II
VfR Bad Bellingen – SV Kirchzarten
Die guten Leistungen der mit zwei Siegen in die neue Saison gestarteten Bellinger sind den Kirchzartenern nicht verborgen geblieben. SVK-Trainer Tobias Göbel: "Sie sind nach dem Weggang von Torjäger Tim Siegin viel schwerer auszurechnen, ich bin gespannt."
Fr.-St. Georgen – Ballr.-Dottingen
Null Tore, null Punkte lautet die Bilanz der St. Georgener in dieser Saison auf eigenem Platz, allerdings nach erst einem Spiel. Dies soll sich am Sonntag ändern. Die Dottinger holten bisher sechs Auswärtspunkte und fahren selbstbewusst nach Freiburg.
Laufenburg – Stegen
Wenn der Wiederaufsteiger aus der Bezirksliga auf den Verbandsligaabsteiger trifft, steigt im Waldstadion ein echtes Spitzenspiel zweier in dieser Saison noch unbesiegten Mannschaften. Stegens Co-Trainer Björn Kuschel hat großen Respekt vor der Hochrheinelf: "Ich habe die Laufenburger bei ihrem 5:1-Sieg in Wyhl gesehen, sie sind für mich Favorit."
FFC II – SV Au-Wittnau
Dino Piraneo und Marco Romano, die beiden Trainer des FFC-Mixteams, wie es seit dieser Saison genannt wird, haben ihrer jungen Mannschaft nach der knappen Niederlage beim Tabellenführer in Stegen vor einer Woche eine gute Leistung attestiert. Im Hexental trauert man zwei gegen Untermünstertal verschenkten Punkten nach und hofft, diese am Sonntagvormittag in Freiburg holen zu können.
SF Elzach-Yach – FSV Rheinfelden
Die Elzacher stellen neben dem Spitzenreiter Stegen und Hausen das dritte Team, das noch nicht verloren hat. Am anderen Ende der Tabelle steht Rheinfelden, das sich vom Trainerduo Marc Jilg und Anton Weis getrennt hat.
FC Bad Krozingen – VfR Hausen
Mit zwei Unentschieden in Folge ist den Krozingern die Werbung für das Ortsderby gelungen. Im Lager des Neulings hofft man nun, dass sich die ungeschriebene Regel bewahrheitet, nach der solche Derbys eigenen Gesetzen unterliegen. Heiko Dietsche, der sportliche Leiter der Hausener, ist weit davon entfernt, die Favoritenrolle für sein Team anzunehmen. Er hat den Nachbarn zuletzt in Herbolzheim gesehen und ist voll des Lobes, vor allem über seine Offensivabteilung.
Untermünstertal – FV Herbolzheim
Enzo Minardi, der Coach der Untermünstertäler, freut sich über zwei unerwartete Neuzugänge. Nach nur neun Wochen in Endingen kehrte Ablie Suwareh zur SpVgg zurück und brachte gleich noch Gaspar Mendy vom Kaiserstuhl mit, der vor einigen Jahren auch schon das Trikot der Täler trug. "Damit haben wir mehrere Alternativen im Spiel nach vorne", so der Coach, der gegen den FVH, "eine sehr dynamische Mannschaft", den ersten Heimsieg will. Der FVH hat bislang seine besten Leistungen auswärts gezeigt, beim klaren 3:0-Sieg in St.Georgen und im Pokalspiel beim FC Denzlingen, das mit 3:5 nach Verlängerung verloren wurde.
SG Nordweil/Wagenstadt – SC Wyhl
Im vierten Anlauf soll es endlich klappen, will der Neuling die ersten Landesligapunkte einfahren. Fraglich ist indes, ob der Kontrahent vom Kaiserstuhl da mitmacht. Denn diesem attestiert Dominik Ruth, der Trainer des SCW, beim 1:5 gegen Laufenburg eine unterirdische zweite Halbzeit geboten zu haben. "Wir haben am Dienstag lange miteinander gesprochen und gut trainiert", so Ruth. Gegen die SG wolle man vieles besser machen, wenngleich er einen heißen Tanz erwarte.

BEZIRKSLIGA FREIBURG

Oberried – SG Prechtal
"Prechtal ist ähnlich schlecht wie wir in die Saison gestartet", analysiert der Oberrieder Coach Axel Damjanov. "Sie haben noch null Punkte, wir haben wenigstens einen. Zu Hause haben wir meist gegen Prechtal gewonnen. Das wollen wir beibehalten." Oberried fehlen Michael Müller sowie Damjanovs Brüder Paul und Uwe, die allesamt aus privaten Gründen verhindert sind.
Heitersheim – Wasser-Kollm.
"Nach den Misserfolgen in den letzten zwei Punktspielen wollen wir endlich wieder punkten", sagt Maxhun Haxhija, der Spielertrainer der Gäste. Bei Wasser-Kollmarsreute ist Marvin Seiboth aus dem Urlaub zurück, und die Gelb-Rot- und Rotsperren gegen Henry Osajere Adetoro und Michael Beyai sind abgelaufen. Haxhija selbst nimmt sich eine Woche Familienurlaub; für ihn übernimmt Co-Spielertrainer Francesco Rubione.
SV Biengen – SV Gottenheim
Gottenheim kann auf Sven Ambs und Florian Romeike zurückgreifen, deren Gelb-Rot-Sperren aus dem Pokalspiel in Neuenburg abgelaufen sind. Coach Dennis Klossek will die Startschwierigkeiten des SVB nicht überbewerten: "Dort ist alles offen. Aber wenn wir an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen, bin ich guter Dinge."
FC Emmendingen – Buggingen/Seef.
Im Duell der direkten Tabellennachbarn empfängt der Ex-Landesligist einen Aufsteiger. Die Emmendinger könnten mit einem Sieg an den Gästen vorbeiziehen.
SG Simonswald – Bahlingen II
Die Bahlinger sind in dieser Runde noch ungeschlagen, während Simonswald zuletzt eine 2:4-Niederlage beim Aufsteiger Mundingen hinnehmen musste.
SV RW Glottertal – SV Mundingen
Der Glottertäler Trainer Massimo Capezzera kämpft seit geraumer Zeit mit der Personalnot: "Uns fehlen mittlerweile acht Stammspieler, wir sind nur am Basteln mit Spielern aus der zweiten Mannschaft." Gegen Spitzenreiter Mundingen hofft er auf eine starke Leistung seines Teams: "Wir haben nichts zu verlieren."
Merzhausen – Freiamt-Ottoschw.
Nach der Auftaktniederlage ist Merzhausen in Gang gekommen. "Von Spieltag zu Spieltag wird es besser", sagt Trainer Matthias Maier. Allerdings hat er Personalsorgen: Nicolas Koch steht den Hexentälern studienbedingt nicht mehr zur Verfügung, Daniel Mayer ist auf Asienreise, Kapitän Tilman Lindenberg ist im Urlaub. Nun reist ein selbstbewusster Gegner an, weiß Maier: "Freiamt-Ottoschwanden ist noch ungeschlagen und kommt mit breiter Brust. In der Vergangenheit waren das stets enge Spiele, Freiamt gibt nie auf und hat sich in der Sommerpause kaum verändert. Uns erwarten ein eingespieltes Team und eine intensive Partie, in der Kleinigkeiten entscheiden."